Schimpfwort: Idealist

Sie wünschen sich eine bessere Welt und zeigen auf, was dazu alles nötig wäre. Aber was, wenn Idealisten selbst ihre Ideale nicht umgesetzt bekommen?

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Braucht die Welt Idealisten? Tatsächlich sind sie unangenehm. Weisen uns auf unsere Versäumnisse, Fehler, auf das hin, was nicht gut ist. Martin Luther King, der in drei Jahren seinen 100. Geburtstag feiern würde, trat ein für die Gleichheit der Menschen, unabhängig ihrer Hautfarbe oder Herkunft. Berühmt ist bis heute der Anfang seiner Rede, die er mit „I have a dream!“, „Ich habe einen Traum“ begann. Heute weiß man, dass der Baptistenpastor Ghostwriter beschäftigt hatte und wohl auch viele Frauen liebte. Und auch alle anderen Idealisten, wie Ghandi, Albert Schweizer, Mutter Theresa oder Luisa Neubauer, sie alle haben Fehler, machen Fehler und sind fehlbar. Aber macht das die Idee ihrer Ideale schlecht? Braucht es nicht dennoch diese Menschen, die uns aufzeigen, da läuft was nicht richtig und da müssen wir ran. Ich finde es, um ehrlich zu sein sogar befreiend, wenn auch diese Idealisten es nicht einfach so hinbekommen. Mir zeigt das, scheitern ist kein Grund aufzugeben oder Ideale sein zu lassen. Schlau ist dran zu wachsen und dran zu bleiben. Vielleicht nicht mit dem Ziel einer idealen Welt aber vielleicht einer, die dieser stetig näher kommt.