Soundtrack 2023

Wie soll das neue Jahr klingen? Und welche Zeilen würde ich gerne dafür dichten? Einer hat’s schon gemacht. Wir könnten aber auch selbst.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Mich hat geschockt, dass ich die Zahlen erfuhr: von 1950 bis 1991 (also in 41 Jahren) hat sich die Zahl der der Menschen auf diesem Planeten Erde verdreifacht.
    Unser Planet ist als Wohnort definitiv gefährdet durch diese Entwicklung. Hinzu kommt noch, dass China und Indien bei der Industrialisierung nachholen und das ganz viel Energie und Rohstoffe braucht.
    Irgendwann sind wir soweit, dass nicht mal die Rohstoffe, die auf dem Südpol vermutet werden (z.B. Kupfer-Vorkommen), nicht für alle Menschen reichen werden oder für alle mit entsprechendem Wohlstand (z.B. Jeder hat ein E-Bike).
    Ganz brutal muss man dann mehrere Szenarien durchdenken:
    – Gut organisierte Reduktion der Menschen-Vermehrung
    – Erzwungene Reduktion der Menschen-Vermehrung
    – Den Planeten ausbeuten und nur nach menschlichen Versorgungs-Belangen schauen
    – Einfach weiter so und Gott lässt den Weltuntergang eh kommen (nach Bibel)
    – Verteilungskämpfe, Kriege (auch vorhergesagt und eigentlich normal bibelgetreu)
    – Gott schickt eine weltweit wirksame Krankheit (damit es keine Kriege braucht)
    Was nicht brutal wäre:
    – Gott schenkt uns Vernunft und die Möglichkeit zum Frieden auf Erden
    In dieser Zeit nun (ca. 8 Mrd. Menschen auf der Erde) ist es nicht einfach, sich von Gott/Jesus etwas zu wünschen, wenn man bedenkt, dass ER das Grosse-und-Ganze eben auch im Rahmen halten will. Liebt er seinen Planeten mehr oder liebt er «viele Menschen» mehr, die mehrheitlich kaum nach ihm fragen?
    Da sollte man demütig sein und sagen: Okay im Grossen und Ganzen musst Du die Menschheit schon reduzieren, aber bitte lass mich und meine Umgebung dabei heil.

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Welches Lied soll das neue Jahr für Sie spielen? Wie soll der Soundtrack werden, wenn Sie einen Wunsch frei hätten? Der Schriftsteller, Lehrer und Theologe Johann Peter Hebel hat sich sein Lied einfach selbst geschrieben und das sehr klug, wie ich meine. Das heißt es:

Gebe denn, der über uns wägt mit rechter Wage,
jedem Sinn für seine Freuden, jedem Mut für seine Leiden in die neuen Tage;

jedem auf des Lebens Pfad einen Freund zur Seite,
ein zufriedenes Gemüte, und zu stiller Herzensgüte Hoffnung ins Geleite!

Klingt mit heutigen Ohren vielleicht etwas verzwickt, doch klar wird: Hebel hofft, dass da einer ist, Gott, der die Sache schon irgendwie in seinen Händen hält. Der uns die glücklichen Momente zu schätzen lehrt, der Mut macht, wenn es darauf ankommt, einen Freund zur rechten Zeit schickt und einem ganz viel Liebe ins Herz legt für sich und andere. Denn das alles macht große Hoffnung. So soll es sein. Kann ich da nur sagen.