Sowas von offensichtlich!
Guck doch! Wenn das mal so einfach wär. Manchmal sehe ich und verstehe doch nix.
Guck doch! Wenn das mal so einfach wär. Manchmal sehe ich und verstehe doch nix.
Neue Brille? Ja und erstmal war alles super. Dabei hieß es, das kann Anpassungsschwierigkeiten geben. Und dann kamen sie: tagelanger Schwindel, Übelkeit, Lesen, nein danke. Nach zehn Tagen war der Spuk wie auf Knopfdruck vorbei. Guck doch einfach! Sagt sich manchmal leicht. Das haben auch Jesus Freunde erlebt. Nach Ostern waren sie wie blind vor Trauer. Jesus war tot, sie wollten nur noch weg. Die Bibel erzählt, wie zwei dieser Freunde beim Wandern Jesus treffen. Er schließt sich ihnen an. Moment mal, Jesus, der war doch gestorben!? Ja, und drei Tage später wieder auferstanden. Realisieren die beiden Freunde aber nicht. In der Bibel heißt es, „es war, als würden ihnen die Augen zugehalten“. Sie klagen Jesus ihr Leid. Und der? Sagt nicht einfach, Leute, ich bin’s doch, sondern erklärt ihnen nochmal die ganze Sache mit Gott und ihm von ganz vorne. Erst beim gemeinsamen Essen erkennen sie ihn – und prompt verschwindet Jesus. Was soll das, frage ich mich?? Bei mir blitzt auf: Wenn ich etwas verstanden habe, sehe ich es mit anderen Augen. Manchmal kommts auf den richtigen Zeitpunkt an. Und, Jesus will wohl unbedingt, dass ich verstehe: Was an Ostern passiert ist, war kein Unfall. Das musste so passieren.
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Dieser Radio-Beitrag animiert mich, über Schärfe und Unschärfe nachzudenken. Die Brille, an die man sich erst gewöhnen muss.
Die Auferstehung, die die Jünger erst mal als «wahrhaftig passiert» annehmen lernen. Die Jünger sind in einem Lernprozess, Jesus erklärt Ihnen die Zusammenhänge. Der Palmdonnerstag stellt einen Bezug auf «König, Gerechter und Helfer» her und über Vers Sacharia 9,9-10 über das Reiten des Eselfüllen (in Begleitung seiner Esel-Mutter?). Jesus ritt so ein junges Esel-Tier. Er brachte dies in den Bereich der Erfüllung älterer Schrift.
Wenn dort steht «Der Kriegsbogen soll zerbrochen werden» oder «Er wird den Völkern Frieden gebieten», so ist es die Frage, ob dort steht «Der Kriegsbogen wird durch Jesus zerbrochen werden» oder «Jesus wird für Frieden unter den Völkern sorgen»? Extra so formuliert, also schwammig mit scharfen Kanten formuliert?
Die Verheissung «ich will Wagen und Rösser wegtun», hat sich eindeutig erfüllt, einerseits durch den Untergang des Römischen Reiches und andererseits durch technischen Fortschritt. Aber auch hier die Unschärfe, denn hier steht nur, dass er es tun will.
Doch zurück zur Geschichte im Radio-Beitrag. Jesus erklärte hier ganz viel. Es gibt Hinweise aus der Bibel, dass es Unmengen über Jesus zu berichten gäbe, was er alles gesagt und getan hat und somit haben wir ganz klar nur eine kleine Auswahl und diese vielleicht auch noch mit Logik-Fehlern gespickt. Das Matthäusevangelium und die Offenbarung zeigen da Schwächen.
Man muss öfter im Umgang mit der Bibel mit Unschärfe klarkommen. Einen roten Faden (einen durchgängig erklärbaren Heilsplan) kann man schon durch viele Verse durchfädeln.
Ich frage mich, ob Jesus auch beibrachte, wie man mit unscharfen Inhalten umgeht? Ich frage mich, ob Jesus und seine Jünger immer eine Thora-Schriftrolle (damals aktuelle Bibel) dabeihatten, oder ob sie ständig an Jesu Lippen klebten? Ich frage mich, ob Jesus seine Jünger auch schulte, wegzuschauen. Mir ist nicht bekannt, dass einer seiner Jünger etwas getan hat, was Jesus selbst tat: In die Synagoge zu gehen und dort etwas zu sagen. Bei Saulus-Paulus weiss man das konkret, er war Theologe. Die anderen Jünger waren eher unverdorben bezüglich aller spitzfindigen Deutungen. Ja es ist interessant, wann es Schärfe braucht und wann es Unschärfe (bzw. theologische Unverdorbenheit) braucht.