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Es dämmert, ich gehe am Nachbargarten vorbei und zucke zusammen. Soll ich jetzt lachen oder weinen? Ein Plastikskelett steckt dort hüfttief im Boden. Die Haustür daneben ist mit künstlichen Spinnennetzen und Totenköpfen verschönert. Halloween lässt grüßen! Aber was, wenn der Tod kein Grusel-Deko-Spiel ist? Ich kenne niemanden, der keine Angst vor dem Sterben hat oder gern über den Tod redet. Vielleicht, weil wir alle irgendwie spüren: Egal, wie erfolgreich, stark oder selbstbewusst wir jetzt gerade sind, wenn es ums Sterben geht, wird das alles wie weggewischt sein. Zählt nicht mehr. Und dann? Ich wünsche mir, dass, wenn ich mal sterben muss, einfach jemand da ist und meine Angst mit mir aushält. Vielleicht spürt, was ich brauche, wenn ich es nicht mehr sagen kann. Jemand, der mich daran erinnert, dass ich auf dem Weg zu Gott bin. Dorthin, wo es keinen Schmerz und kein Weinen mehr geben soll. Daran glaube ich und darauf hoffe ich. Ein ganz neues Leben und Zuhause. Klingt vielleicht komisch, wenn ich sage, darauf freue ich mich. Die Angst vor dem Sterben nimmt das nicht weg. Aber sie wird blasser.

Foto: (c) privat











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