Sternstunde: der Knaller
Wirklich nichts erwartet. Eigentlich völlig entnervt und dann das: ein Wunder.
Wirklich nichts erwartet. Eigentlich völlig entnervt und dann das: ein Wunder.
In den nächsten Wochen leuchten die Sterne immer und überall. Sterne haben Hochkonjunktur. Echte Sternstunden sind selten. In der christlichen Weihnachtsgeschichte kommen sie häufiger vor. Eine Sternstunde erlebt zum Beispiel der Wirt. Der, der noch Platz im Stall hatte für Maria und Josef, damit das Kind nicht irgendwo im Freien zur Welt kommen musste. Ihm war sicherlich nicht klar, dass er damit berühmt werden würde. Vielleicht war er sogar leicht entnervt, denn wegen der Volkszählung waren damals ja so einige unterwegs. Wahrscheinlich hatte er einfach nur Mitleid. Konnte nicht nein sagen. „Ja, dann geht halt in den Stall“, kam es vielleicht völlig entnervt aus ihm heraus. Und dann das. Ein Kind kommt zur Welt. Ein wunderschöner Stern steht über dem Stall. So hell, dass sich Könige von weit her auf den Weg dorthin machen, um das Kind zu beschenken. Der Wirt wird nicht schlecht gestaunt haben. So eine Ehre für den erbärmlichen Stall. Halbherzig auf etwas eingelassen und dann wird das Ganze ein Knaller. Kenn ich auch. Und ich glaube, Gott will mir in solchen Momenten sagen: Tu, was dran und nötig ist. Du weißt es. Den Rest übernehme ich schon. Sternstunden eben.
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