Tastenglück

Ein Klavier ist teuer. Kann das einfach so an einer U-Bahn-Haltestelle stehen?

 

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim F.
    Joachim F. aus der Schweiz sagte:

    Ich stelle 2 Richtungen im Glauben fest. Die eine 1. Richtung beschäftigt sich mehr damit Glaubenswahrheiten abzuklären, z.B. Dreieinigkeit Gottes, System: Himmel, Hölle, Gericht, Sündenvergebung, religiöse Schriften, Abgrenzung zu anderen Systemen – wie andere Religionen und der Wissenschaft.
    Die andere 2. Richtung beschäftigt sich mehr mit den Auswirkungen aufs tägliche Leben: z.B. Hl. Geist reinreden lassen, Nächstenliebe üben, Treue beherzigen, Freude mehren, innere Heiligung zulassen, Jesus im Herzen Raum geben.
    Der Beitrag mit dem Klavier gehört natürlich der 2. Richtung an. Sprich: Wie schön kann doch das feingeistige Leben sein, wenn Menschen einer Sache (Musik, Klavierspielern) Wertschätzung entgegen bringen. Nicht zu vergessen die Stadtverwaltung, die das aufgestellte Klavier wohl gut findet.
    Für Richtung 1 gibts als Belohnung: Das Ewige Leben
    Für Richtung 2 gibts als Belohnung: Ein besseres Leben für das Hier und Jetzt.
    Mit Richtung 2 kann man eine Gesellschaft wertemässig prägen.
    Mit Richtung 1 kann man eine Gesellschaft religös im Fahrwasser halten. Ich drücke mich mal bewusst bildhaft aus. Realität ist halt in Europa, dass wir religiös von der katholischen Kirche ca. 1400 Jahre fast schon missbräuchlich geführt wurden. Klassisches Beispiel ist die Hexenverfolgung und der Ablasshandel auf der negativen Seite, aber auf der positiven Seite gab es auch sehr viel Positives, wie das einprägen gewisser gesunder Vorstellungen: Was passt, was passt nicht. Bewusst wird einem das erst bei Interaktion mit so ganz komischen Leuten: Schwurbler, Zeitverplemperer, Neider, Kinderpeinigern, Sadisten und Narren (die Närrinnen wollen auch erwähnt werden).
    Ja, es lohnt sich auf diese schönen Klavier-Sachen in unserer Gesellschaft hinzuweisen.
    Ja, und es kann eine Verbindung hergestellt werden zu Werten aus dem christlichen Glauben.

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Ein Klavier. Es ist einfach nur ein Klavier, von dem ich euch heute erzählen will. Aber auch ein Stückchen Himmel. Das Besondere ist: Das Klavier gehört allen Menschen in meiner Stadt. Gemeinsam. Seit vielen Jahren steht es in einer Unterführung. Hunderte kommen dort täglich vorbei.  Wenn ich mal dort bin, spielt fast immer jemand darauf. Andere hören zu, wippen mit, applaudieren. Die Musik macht gute Laune, das steckt an. Ich habe auch gehört das einige, vor allem junge Menschen, dort Klavierspielen gelernt haben. Als das Klavier altersschwach wurde, waren sofort Menschen da, die ein neues spenden wollten. Warum erzähle ich euch das. Weil das Klavier mir zeigt: Miteinander und teilen, das ist kein angestaubter Sonntagsgedanke. Das geht. Anderen und mir selbst etwas Gutes tun, das ist kein Widerspruch. Es kann sogar richtig Spaß machen.