Und es hat bumm gemacht

Eigentlich. Eigentlich hätte man das Problem ganz anders lösen müssen, aber es lief etwas schief. Und jetzt?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ein recht harmloser Fall von Vergebung also.
    Ich habe es sicher in vergangenen Beiträgen schon geschrieben: Vergebung ist nicht für die Fälle wichtig, bei denen es quasi nicht so viel zu vergeben gibt und dabei die «Schuld» eher Ansichtssache ist. Dein Sohn ist schuld. Wenn die Sprechstundenhilfe nur freie Termine vergeben kann, brauchst Du ihr nicht zu vergeben. Vergebung in «echten Fällen» ist extrem schwer, sie in Echtheit (oder im Sinne Jesu) zu tun!
    Heikler wird es beim Krieg in der Ukraine. Nehmen wir an, eine junge Frau verliert den Vater ihres Kindes im Krieg und bekommt nachträglich noch die Info, dass er vor seiner Tötung gefoltert wurde, damit er strategisch wichtige Infos ausspuckt.
    Solche Sachen sitzen extrem tief.
    Hätte Gott (mit seiner Gerechtigkeit) diesen Krieg nicht anderweitig verhindern können?
    Muss die Frau evtl. sogar Gott für seine «Nichtverhinderung des Krieges» vergeben?
    Ich weiss, das sind extrem harte Gedanken.
    Wann ist die christliche Szene ein Profiteur von Leid?
    Da beginnt ein Gottesdienst erst mal mit der Erinnerung, was gerade alles schief läuft z.B..
    Welt ist böse, Gott ist gut, wir werden es gleich in der Predigt hören.
    Ich habe keine Lösung dazu zu bieten, das gebe ich zu.
    Ich hirne monatelang, wie man diese Schizophrenie erklären kann.
    Ich glaube den Klima-Engagierten Menschen, dass sie die Erde retten wollen!
    Wollen wir Christen die Erde auch retten und stehen wir als Retter aktiv zur Verfügung?
    Nein, wir hören uns Beschwichtigungs-Predigten an, die uns ein ruhiges Gewissen geben und werden so geimpft: Die Welt ist schlecht, sie geht unter und wir mit unserer Bibel wissen es schon seit 2000 Jahren, dass es so grässlich kommen wird.
    Hallo! Mal richtig nachdenken, was das ist, was uns untätig macht. Dann noch so ausgelebte Bibelverse, der Obrigkeit gehorsam zu sein und dann . . . . . . . sind wir Schafe oder Lämminge (Lämmingen im Kollektiv handelnd, sagt man nach, kollektiven Selbstmord zu machen, wenn sie zu viele sind.)

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Es knallt und in mir tut es einen Schlag. Ohne darüber nachzudenken lässt mein Sohn direkt neben meinem Ohr ein Luftkissen platzen. So eines, das als Verpackungsmaterial zum ausstopfen dient. Ich höre noch, aber irgendetwas ist anders. Ich rufe beim Arzt an, die Sprechstundenhilfe gibt sich als Auszubildende zu erkennen und gibt mir einen Termin in zwei Wochen. Ich lege auf und denke: Wenn es schlimmer wird, muss ich halt nochmal anrufen. Beim Termin stellt sich raus: Alles o.k., ich höre! Das Knalltrauma bleibt ohne Langzeitschäden und dass das Ohr nach wie vor komisch ist, liegt wohl an der fehlenden Ruhe! Glück gehabt. Dann sagt der Arzt: „Eigentlich müssen sie bei so etwas gleich kommen, aber vielleicht ist es gut so. Wir hätten ihnen Medikamente gegeben, aber im Grunde kann man nichts machen. Das Ohr erholt sich oder eben nicht.“ Im ersten Moment will ich mich über die Sprechstundenhilfe ärgern. Aber ich lasse es! Denn wer weiß? Vielleicht sollte es genau so passieren. Also danke ich Gott für diesen glücklichen Ausgang, die Fähigkeit vergeben zu können und die Zuversicht, dass wir nicht tiefer fallen können als in seine Hand. Dann gehe ich ohne Ärger, vielmehr erleichtert nach Hause!