Unterwegs

Kurz zum Briefkasten, zur Arbeit, über die Autobahn zu Oma. Leben heißt oft, unterwegs sein.

 

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Ein ganzer Stapel Papier quillt mir aus dem Briefumschlag entgegen. Eine Befragung zum Thema Mobilität. Das Institut bittet mich, eine Woche lang alle meine Wege außer Haus aufzuschreiben: Bus, Fahrrad, Auto, Zug, zu Fuß. Lästige Fleißarbeit, denke ich anfangs. Bringt doch keinem was zu sehen, ob ich heute zu Fuß oder mit dem Auto einkaufen war. Nach ein paar Tagen gebe ich zu: Stimmt nicht. Bringt doch was. Mir! ICH freue mich zu sehen, dass ich drei Tag lang ohne Auto klargekommen bin. Und staune, wie viele Wege ich täglich zurücklege. Auf Straßen, Schienen, dem Fahrrad. Im Dunkeln und bei Regen. Im Stau, hinter einem schlimmen Unfall, wenn der Krankenwagen mit Blaulicht an mir vorbeirast. Hätte auch ich sein können…Als ich den Zettelwust am Ende der Woche einpacke, denke ich laut: Danke Gott. Für jeden Weg, den ich gehen und heil ankommen durfte. Es sind so viele.