Welle für Welle
Leben ist Meer, es kommt Welle für Welle. Manche bringen mich in Bewegung, andere drohen mich umzuhauen. Wie gehe ich mit ihnen um?
Leben ist Meer, es kommt Welle für Welle. Manche bringen mich in Bewegung, andere drohen mich umzuhauen. Wie gehe ich mit ihnen um?
Nur ein Meer mit Wellengang ist ein richtiges Meer. Natürlich nicht zu hohe Wellen. Sondern gerade so hoch, dass man gut stehen kann, etwas hüpfen muss, wenn die Welle kommt und gleich wieder Boden unter den Füßen hat, wenn die Welle sanft und doch kraftvoll durch einen durchgegangen ist. Und irgendwie erinnert mich das an das vor mir liegende Jahr. Wahrscheinlich wird es in Wellen über mich kommen. Mal sanft, mal kräftig, wird mich durchrütteln und hoffentlich nicht umhauen. Die guten Tage werden kommen und gehen. Die schlechten auch und hoffentlich schnell vergehen. Wie wird der Seegang wohl sein? Ich hoffe und bete auf ruhige See mit angenehmen Wellen. Ich hoffe und bete aber auch, dass ich bei allen Wellengängen getragen werden. Immer wieder Fuß fasse und sicher stehe. Bislang habe ich so meine Jahre mit Gott erlebt. In allem Schweren fand ich Trost und Halt. Bei Gott und lieben Menschen. In allen Nöten einen Ausweg. Eine Tür, die sich aufgetan hat. Manchmal war es schwer, wieder auf die Füße zu kommen, aber ich bekam Geduld geschenkt und jemand, der mit mir ging auf meinem Weg. Das alles macht mir Mut, mich auf das Abenteuer des neuen Jahres einzulassen und auch ein bisschen neugierig zu sein, was es bringen wird. Denn ich durfte auch schon viel Schönes erleben. Es ist gut, sich auch daran zu erinnern.
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Das Bild von der Welle, bzw. Meereswellen, als Analogie, wie das Leben so läuft??
Wellenreiter wollen ganz grosse Wellen und Urlauber nur Wellen, die ihnen so ein Urlaubs-Feeling geben und einen Tsunami will schon gar niemand.
Ich habe ein wenig Mühe mit dem Bild («mit etwas Mühe haben» ist ein typisch Schweizer Ausdruck, ins Deutsche übersetzt würde das heissen: Finde ich nicht gut, aber man kann es auch so stehen lassen, weil es andere ja durchaus gut finden könnten).
Ich habe deshalb Mühe damit, weil ich aktiv in die Wellen gehe und aktiv bestimme, was ich mir zumute (mit Bodenkontakt oder eben schwimmen z.B.).
Hier von mir ein anderes Bild mit Aufgabe und Wetterlage dazu:
Ich arbeitete die ganze letzte Woche im Freien und wir bauten eine Photovoltaik-Anlage auf ein riesengrosses Dach. 18 x 32 Pannels und eine nominale Gesamt-Leistung von 110kW.
Da war es interessant, welches Wetter da auf uns 3 Männer zukommt.
Bei Regen wurde so lange gearbeitet, bis man sich klamm fühlte und die Hose auf dem Oberschenkel klebte und die Bewegung so hemmt, dass man einfach keinen Bock mehr mit dieser Arbeit hat. Die meiste Zeit war (dafür, dass Januar ist), recht gut. Der Wind war mörderisch, wenn er heftig kam. Da kann man auf dem Dach (mit Pannel tragend) dann stürzen und wenn es blöd läuft, ist was am Körper defekt oder das Pannel, das man trägt oder ein Pannel das schon montiert ist, wird beschädigt. Bei den Pannels war kein einziger Ersatz eingeplant (über 4 Tonnen Material), alles musste plan-gemäss funktionieren. Das ist uns mit Optimismus und toller Teamarbeit gelungen. So kann auch das kommende Jahr werden! Wer uns nun den gefährlichen Wind oder das schlechte Wetter schickt? Wer uns nun das gute Wetter zum Gelingen schickt? Wer uns nun den Optimismus schickt, es zu schaffen? Ich wurde rechtzeitig gesund nach einem hartnäckigen Husten. So kann auch das kommende Jahr werden! Wo soll ich jetzt Gott/Jesus einbauen ins Bild? Schwer zu sagen, was Zufall und was göttliche Unterstützung ist und war – Wir wissen es nie genau.