Wenn die Zugfahrt mal wieder…
Der Plan ist gut, aber dann kommt es anders. Das ist anstrengend, aber auch eine Katastrophe?
Der Plan ist gut, aber dann kommt es anders. Das ist anstrengend, aber auch eine Katastrophe?
„Wenn ich jetzt ein Fahrrad hätte, ich wäre schneller als mit der Bahn!“, denke ich bei mir, als ich nach einem langen Tag im Büro an der Bahnhaltestelle feststelle, dass ich mindestens eineinhalb Stunden nach Hause brauchen werde. Schienenersatzverkehr sei Dank. Eine Strecke, für die ich normalerweise 45 Minuten mit der Bahn, oder 20 Minuten mit dem Auto brauche. Also ohne Stau. Mit dem Fahrrad brauche ich keine 90 Minuten, selbst mit dem, wäre ich also ab jetzt schneller. Aber wo jetzt ein Fahrrad herbekommen? Ich versuche mich nicht zu ärgern, was mir fast gelingt und schreibe stattdessen diese Zeilen auf. Das kann ich nicht auf dem Fahrrad oder im Auto, das geht nur im Zug. Jetzt kann man sagen: Joah, das Beste daraus gemacht! Andere sagen: Kann nicht jeder! Im Zug arbeiten. – Stimmt beides. Ich stelle aber fest, wo immer ich akzeptiere, dass ich mein Leben nur teilweise kontrollieren kann, kann ich lockerlassen. Gott vertrauen, dass es entweder einen guten Grund hat, warum ich jetzt länger unterwegs bin oder dass er mich zumindest nicht allein lässt, wenn’s richtig dumm wird. Und ganz ehrlich, manchmal ist die Planänderung sogar besser als der Plan selbst!
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