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In meinem Viertel geht es rau zu: Arm und reich, alteingesessene und Menschen aus aller Herren Länder leben dicht an dicht. Oft konfliktreich, vieles geht kaputt. Umso mehr erstaunt mich, dass das Schild immer noch da ist: So ein Deko-Ding aus Metall an einem langen Stab: Welcome – Willkommen – steht drauf. Seit Jahren steckt es im Grünstreifen direkt neben einer belebten Kreuzung. Hunderte Menschen kommen – wie ich – täglich daran vorbei. Aber keiner nimmt das Schild mit. Weil…nicht wertvoll genug? Ich glaube und hoffe zumindest, dass diese einfache Botschaft – Sei willkommen, gut, dass du da bist! – so wertvoll ist, dass jeder sie auch ein bisschen dem anderen gönnt. Egal, wer er ist, was er hat, was er glaubt. Schon Jesus wusste das. Wie sehr wir Menschen diesen Zuspruch brauchen, dass Gott uns liebt, dass er unser Leben will und uns willkommen heißt. Jesus ist vor allem zu den Menschen gegangen, die am Rand standen. Dorthin, wo Menschen einsam waren, weil sie krank, arm, fremd oder besonders reich waren. Er hat sie zurückgeholt, ins Leben, unter Menschen. Dort waren ihre Probleme nicht plötzlich weg, aber jetzt konnten sie sie teilen. Willkommen im Leben! Das heißt immer auch: Jemand geht mit dir.

Foto: erstellt durch KI











Ich liebe Menschen auf eine ganz komische Art und Weise. Ich hab so eine Liebe für Menschen, die nicht können.
Ich versuche das zu erklären: In der Gesellschaft ist eindeutig eine Abnahme des Interesses an christlicher Botschaft zurück gegangen. Sicher könnte man als gutgläubiger Christ einfach sagen: Na gut, wenn Sie die frohe Botschaft nicht annehmen wollen, deren „Schuld“ oder reden wir von „Versäumnis“ oder reden wir von „Schade-Situation“.
Ich versuche aber jene Menschen zu verstehen, denn das Christentum wird nicht nur über «gute Botschaften» verkauft. Es wird z.B. «ewige Strafe» verheissen, falls einem der Sprung über die Mauer misslingt.
Da sagen sich viele Menschen: Warum muss ich überhaupt über diese Mauer springen und findet dort hinter der Mauer wirklich ein paradiesischer Zustand statt hier oder später?
Dann treffe ich Menschen, denen ist die Botschaft (bzw. die Gesamtheit der Bibel-Botschaften) auf ihre eigene Weise egal und sie fragen sich lediglich: Kann ich bei diesen Menschen (bei diesen Christen) so etwas wie Liebe, Verständnis, Vereins-Gefühl oder sozial hochwertige Strukturen finden? Ja kann man, also rein in den Verein.
Der Rest vom Text, gibt es nicht, denn das eigene Nachdenken ist eh mehr wert.