Wüstentage

Durchhalten ist angesagt. Sagt sich leicht, ist aber schwer, wenn es durch die Wüste geht.

 

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Die Sonne brennt. Es ist richtig heiß. Ich bin zu Fuß unterwegs – jeder Schritt wird zur Plage. Mein Kopf ist schon ganz rot. Ich schwitze. Mitten im Gehen durch diesen heißen Nachmittag denke ich an eine Geschichte in der Bibel. Die, in der das Volk Israel Tag und Nacht durch die Wüste wandert – auf der Flucht. Ohne Ziel. Mit der Angst im Nacken, dass sie doch noch eingeholt werden könnten. Gerade heute in dieser Hitze, kann ich diese Geschichte irgendwie besser nachvollziehen. Sicher, das Volk Israel trieb auch die Angst an. Aber eben nicht nur. Auch das von Gott verheißene Land. Eine neue Perspektive. Wohlwissend, dass Gott sie da hinleiten würde. Mich beeindruckt diese Geschichte. Ja, sie müssen sich elend gefühlt haben. Damals. Durchgeschwitzt, müde, manches Mal am Ende ihrer Kräfte. Und doch war ihr Wille Gott zu folgen so stark, dass sie all dies in Kauf genommen und überwunden haben. Was für Vorbilder im Glauben. Den Blick auf Gott zugewandt gehe ich weiter. In der Hitze. Gewiss, dass Gott mir meinen Weg weist. Ich hoffe, ich denke auch daran, wenn ich Wüstentage mitten in meinem Alltag erlebe.