Zum Glück flexibel

Wenn die Zukunft unbekannt ist, kann ich mich kaum auf sie einstellen. Wie soll ich dann mit ihr zurechtkommen? Mit festem Grund und flexiblem Spiel.

1 Kommentar
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  1. Joachim S.
    Joachim S. aus Der Schweiz sagte:

    Ich bin flexibel in meiner Lebensgestaltung
    Besondere Christen erlebte ich oft mit der Einstellung «Gott hat einen Plan für mich.» Sprich: Gott hat mich mit Gaben und Talenten in ein Umfeld geboren, in dem ich einem Plan Gottes folgen soll. Weiche ich vom Plan ab, gilt es, diesen Plan wieder zu finden.
    Ich haderte schon oft mit dieser Vorstellung (Klingt ja sehr fromm und gottesfürchtig.) Der 12-jährige Junge könnte denken: Weil ich im Begriff war, den Plan Gottes nicht zu befolgen durch eigene Pläne, hat Gott mir eine Krankheit geschickt, damit ich diesen falschen Weg nicht gehe. Solche Vorstellungen erzeugen Stress in doppelter Hinsicht: Ich hab scheinbar was Falsches geplant und Gott erzieht mich hart, ich muss mein Gottes-Bild sortieren in Richtung «streng führender Gott». Ja es gibt sogar Bibelstellen, die sagen: Wen Gott liebt, den straft er (aus Erziehungsgründen und bei seinem Sohn Jesus…), wobei der Vers mehr als Anweisung für Väter gedacht ist, die darauf achtgeben sollen, dass aus ihren Söhnen was wird (Töchter lass ich mal weg, weil es sonst zu kompliziert wird hier im Text).
    Meine Meinung: Krankheiten und Unfälle können durchaus auch durch den sog. «Zufall» passieren. Gott überwacht nicht jedes Leben so akribisch. Tatsache ist ja auch, dass vielen Menschen viel Leid trifft und da wäre es auch blöd, Gott immer die «Schuld» in die Schuhe zu schieben, dass er entweder unfähig, faul oder widerlich ist oder speziell mich nicht mag.
    Nein ich gehe davon aus, dass das Zusammenleben von so vielen Individuen mit eigenem Kopf einfach zu Fehlern und Krankheiten führt. Prinzipiell vermehren sich die Menschen sogar zu stark auf diesem Planeten, zumindest momentan.
    Meine Meinung: Man hat als Mensch recht grosse Freiheitsgrade, aus seinem Leben etwas zu machen. Gott lässt uns machen. Gebete können schon etwas helfen, denn wenn man Gott speziell fragt, dann lässt er sich schon nötigen, in seinem Sinne zu unterstützen. Gott ist für mich auch flexibel. Wäre er nicht flexibel, so wäre es blöd, wenn mir flexibel sein sollen, aber ER/SIE/ES ist unflexibel. Egal an welchem Punkt Dein Leben steht. Gott/Jesus kann Dir flexibel jetzt helfen!

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Auf die Frage, ob er Angst vor der Zukunft habe, antwortet ein 12-jähriger Junge: „Wenn ich meine Pläne nicht ändern könnte, würde mir die Zukunft Angst machen. Aber zum Glück bin ich flexibel.“ Und das sagt er, weil er damit schon Erfahrung gemacht hat. Eigentlich dachte er, dass er Berufssportler wird, doch eine Erkrankung macht das unmöglich. Ich ziehe den Hut vor dieser Lebenserfahrung mit ganzen 12 Jahren und der Zuversicht, die diese Worte des Jungen tragen. Flexibel bleiben, um zukunftsfähig zu sein. Um keine Angst zu haben. Angst vor Veränderung. Davor, dass etwas nicht so kommt, wie es mir vorstelle. Was brauche ICH, um flexibel bleiben zu können? Überlege ich mir. Ein starkes ICH, das fest im Leben und zu sich selbst stehen kann. Das sich gehalten weiß. Überdies brauche ich Mut, um flexibel zu sein. Die Offenheit, die Dinge und auch mich selbst zu ändern. Loslassen können. Halt und Mut finde ich in meinem Glauben an Gott. Ich fühle mich von ihm gehalten in dieser Welt und das gibt mir Mut, immer wieder Neues zu wagen und Neues zu denken. Das hält mich flexibel und nimmt mir ein wenig die Sorge, die sich mit Blick auf ein neues Jahr auch immer wieder einschleicht. Das macht mich zum Glück flexibel.