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Das Salz in der Suppe sein und das Licht, das das Dunkel hell macht. Das wäre toll, wenn man mit seinem Leben den kleinen Unterschied machen würde. Jesus traut es seinen Nachfolger*innen zu. Und wünscht es sich auch von ihnen, bekommen sie doch alles von ihrem Gott, was sie brauchen. Unser Psalmbeter sieht es ganz genau so.

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Gäähn“! Meine erste Reaktion auf den heutigen Bibeltext. Irgendwie ähnlich ausgelutscht wie die Weihnachtsgeschichte- Diese Worte aus den Seligpreisungen sind so bekannt, darüber wurde so oft gepredigt, was soll ich nun Neues dazu sagen, als das, was uns an sich schon geläufig ist?

So könnte der Kleine Gottesdienst an dieser Stelle enden.

Aber es soll nun mal der Predigttext sein. Ich drehe und wende den Text in meinem Kopf. Da kommen Fragen auf. Haben wir Christen diese Worte Jesu wirklich verstanden?

Diese Worte aus dem Matthäusevangelium sind so einprägsam, so verständlich. Sie brauchen gar keine Auslegung. Und doch scheinen sie uns Mühe zu bereiten. Müssten sie ansonsten nicht viel mehr Auswirkungen auf unseren Alltag haben?

 

Jesus sagt mit diesen Worten:

„Wenn du an mich glaubst, du verstanden hast, dass du das ewige Leben hast, egal wie oft du sündigst, dass Gott immer an deiner Seite steht, unabhängig davon, wie oft du ihn belügst und betrügst, dann…. Ja, dann zeig diese Liebe, die dir von mir und Gott zuteilwurde in deinem Leben und rede davon“.

 

So könnte man Jesu Worte ganz vereinfacht verstehen.

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, frage ich mich schon: „Na, warum wird das dann in meiner Umgebung so wenig sichtbar?“

 

Ich möchte nicht schlecht reden, dass viele versuchen Salz und Licht in dieser Welt zu sein, aber müsste da nicht mehr gehen? Müsste ich nicht viel mehr Früchte dieser Botschaft in meinem Umfeld erkennen können?

Jesus glaubt an die Menschen, die an ihn glauben und traut ihnen zu in dieser Weise Salz und Licht für die Welt zu sein, das ist doch ein großes Zutrauen und ganz wunderbar.

 

Also woran mag es liegen, dass es mir nicht immer so gelingt?

Das ist eine ganz persönliche Frage, die jeder nur für sich selbst beantworten kann. Frage ich mich: „Warum erlebt mein Umfeld nicht jeden Tag an und mit mir das Salz der Erde und das Licht der Welt?

Ich habe mehrere Antworten.

Eine Antwort lautet: „Mir ist nicht immer präsent, was Jesus für mich und mein Leben getan hat“. Und das sagt ein Pastor. Auch ich lebe nicht 24/7, sprich den ganzen Tag und sieben Tage die Woche in den Gedanken, dass ich befreit bin und ein ewiges Leben habe und mich das so erfüllt, dass ich diesen Glauben immer und unbedingt teilen möchte. Natürlich will ich, dass die Menschen von diesem wunderbaren Geschenk des Glaubens erfahren, aber ich denke eben nicht ständig daran. Sprich: Meine erste Antwort wäre: „Doch mir ist bewusst, dass der Glaube ein Geschenk ist und ich ihn in meinem Leben präsenter leben sollte, aber auch ich muss mich immer wieder darauf besinnen und mir sagen, dass ich ganz bewusst Salz der Erde und Licht der Welt sein möchte.

 

Meine zweite Antwort auf die Frage, warum ich Jesu Worte nicht immer in meinem Leben folge, lautet: „Weil ich mich manchmal frage, wie ich es am geschicktesten machen könnte, und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr verliere ich mich darüber in Gedanken, wie ich es tun könnte.“

Mir ist es ein Anliegen, dass Menschen um mich herum von der Liebe Gottes erfahren. Sie sollen die Liebe durchaus spüren, die Gott auch mir schenkt und geschenkt hat. Aber ich will ja nicht mit der sogenannten Holzhammer-Methode um die Ecke kommen, sondern ihnen im richtigen Moment auf die richtige Art und Weise diese wichtige Botschaft zu Teil werden lassen. Ich überlege und überlege, wie ich es richtig anpacke und je mehr ich überlege, desto mehr komme ich ins Fragen über die Art und Weise, die Vorgehensweise und so weiter. Sprich, die zweite Antwort auf die Frage wäre: „Ja ich will Zeugnis meines Glaubens geben, aber ich will es richtig machen und darüber verliere ich mich manchmal.“

 

Sicher haben andere Menschen noch einige andere Gründe, warum sie nicht immer Salz der Erde und Licht der Welt sind.

 

Ich für mich nehme mit:

 

Zum einen möchte ich mir als Glaubendem zugestehen, das ich zwar unendlich dankbar bin, dass Gott mir das Geschenk des Glaubens gemacht hat, aber ich es durchaus auch mal als sekundären Punkt meines Lebens betrachten darf. Gott ist wichtig, aber ich möchte mich nicht unter Zwang setzen von ihm zu reden. Vom Glauben zu reden, kommt dann, wenn mein Herz soweit ist und mein Mund es einfach bezeugt.

Zum anderen sollte ich aufhören mir darüber Gedanken zu machen, wie andere Menschen meine Botschaft, dass Jesus sie liebt, auffassen könnten. Ich sollte einfach mal machen.

Einfach davon reden, die Liebe leben wie auch immer. Weniger Kopf, mehr Hand.