Dreckiger Segen
Gott segne dich und behüte dich… so fängt er an, der Segen. Doch wohin reicht dieser Segen?
Gott segne dich und behüte dich… so fängt er an, der Segen. Doch wohin reicht dieser Segen?
Meist ist er total kurz. Aber super wichtig. Wer einen Gottesdienst besucht, der will am Ende auch den Segen haben. Ein paar Worte, die ausrücken: Gott geht mit dir, wenn du jetzt weiterziehst. Die Person, die den Segen spendet, hebt dafür meist die Arme. Das sieht wie eine Umarmung aus, aber auch wie ein Kreuz. Die Handflächen zeigen zu den Menschen, die diesen Zuspruch, diesen Segen empfangen sollen. Und ich habe es kürzlich zum ersten Mal erlebt: Diese segnenden Hände können schmutzig sein. Sie waren es, weil es eine Beerdigung war und die Pfarrerin zuvor mit beiden Händen in die nasse Erde gefasst und diese Erde in das Grab geworfen hat. So wie das gemacht wird bei Beerdigungen. Und mit ihren schmutzigen Händen hat sie uns dann den Segen zugesprochen. Was für ein Zeichen! Kein Gut-Wetter-Segen. Kein nur gut gemeintes Wort. Gottes Segen soll gerade dahinein wirken, wo es dunkel ist. Beim Abschiednehmen am Grab. Wenn es schwer wird. Wenn das Leben sich von seiner dreckigen Seite zeigt. Gott geht auch dahin mit. Mit mir und mit dir. Was für ein Segen!
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Was wäre denn ein „dreckiger Segen“?
Das was beschrieben wird, ist ja eine Segenshandlung mit dreckigen Händen der Pfarrerin oder Pastorin.
Man kann einen Segen gar nicht so leicht dreckig machen. Sobald man Segen ausspricht, ist er grundsätzlich sauber und dem anderen oder den anderen gegenüber gut gemeint.
Ein dreckiger Segen wäre das: Man leiert (auswendiggelernt) den Segen herunter und denkt sich über die Empfangenden, dass sie im Grunde riesen A–Lö. sind. Ich nur ein Beispiel! Es geht nur darum, was denn ein dreckiger Segen wäre! Ich gehe davon aus, dass es noch nicht passiert ist, ausser bei einem Pastor, der von seiner Gemeinde im grossen Stil gemobbt wird und er muss gute Miene zum bösen Spiel machen (Vielleicht auch in Gedanken eine gute Mine unter den bösen Mitspielern ausdenken). Heutzutage ist das Pastoren-Amt ein sehr gefährlicher Beruf geworden, stellte ich schon öfter fest.
Gerade die kirchliche Betonung auf das „Gute“ reizt einige Menschen an, sich über die Schlupflöcher Gedanken zu machen. Da wird`s dann manchmal dreckig.
Richtig gut!
Eine Wohltat für die nicht immer saubere Seele…😉😊