Anstehen

Lästig. Fühlt sich mies an, anstehen zu müssen. Gott kennt das.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ich musste bei „Let`s Dance“ im RTL Fernsehen gestern nachdenken über Parallel-Welten. Da strengen sich Menschen unheimlich an, um im Fernsehen gut rüber zu kommen. Ein Tänzer sagte, dass das Tanzen nicht so schlimm ist, aber die Vorstellung, dass da Millionen von Menschen zuschauen und gefahrlos beurteilen dürfen, wie gut er das macht.
    Parallelwelt Ukraine. Ich dachte mir: Wenn die zuschauen können, wie die Welt ohne Kriieg sein kann, so muss die eigene Situation doch noch einmal um Faktor 3 schlimmer sein. In welcher Welt würden sie leben, wenn sie (die Menschen in dieser Region) einfach aufgeben würden? Nein, sie wollen nicht in „dieser Welt“ leben. Sie wollen in einer freieren Welt leben. Doch was ist Europa und die „Freiheit von Europa“? Die Antwort ist: Eine Region, die durch Fehler viel gelernt hat: Römerzeit, Vorherrschaft Katholische Kirche, Mittelalter, 30-jähriger Kriieg, 1./2. Weltkriieg und der sog. Kalte Kriieg. Das wäre das Beste: Zugeben, dass man hauptsächlich durch Fehler weitergekommen ist (menschlicher und volksfreundlicher und ethisch hochwertiger geworden) ist?
    Doch Freiheit wird von Vielen ausgenutzt und wieder eine andere Welt ist erfolgreicher und wird zur Werkstatt für die ganze Welt.
    Doch nun zum Beitrag von Anja:
    Wer steht nun alles an, wenn es ums ewige Leben geht? Ich persönlich glaube, dass es auch eine Kriiegsethik gibt bei Gott. Sprich: Es heisst, Du sollst nicht töten. Aber wenn Du im Kriieg töten musst, was dann?
    Wir landen bei der Frage, ob eine individuelle Rechtsprechung für jeden Menschen geben wird. Anders kann ich mir die ja/nein Entscheidung nicht vorstellen, wer später mal im Himmel landen wird.
    Ich würde sagen: Ja, wenn Du im Kriieg töten musstest, dann kannst Du trotzdem in den Himmel kommen. Anstehen (mit Vorwärtsgehen) lohnt sich.

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Schlange stehen? Nein, danke. Mir fehlt da die Geduld und wahrscheinlich auch der unbedingte Wille. Aber manchmal geht es nicht ohne Schlange stehen im Leben. Weil die Lebensmittel im Supermarkt zu teuer sind, muss bei der Tafel angestanden werden. Weil der Stempel der Behörde für die Arbeitserlaubnis gebraucht wird. Weil dringend ein Termin bei einem Spezialisten für eine ärztliche Untersuchung benötigt wird. Oder Schlange stehen auf der Liste derer, die angerufen werden, wenn ein anderer abspringt. Schlange stehen ist lästig. Kann mit Angst verbunden sein und Scham. Jesus hat auch Schlange gestanden.  Als er sich von Johannes in einem Fluss taufen ließ. So beschreibt es die Bibel. Johannes hat gleich geschnallt, dass Jesus dies eigentlich nicht müsste, aber Jesus wollte genau so anstehen wie die anderen. Einer von ihnen sein. Steht mit, vor und hinter den anderen. Ein Bild dafür, dass ich nicht allein bin, wenn ich mal wieder anstehen muss. Und zusammen anstehen macht manches erträglicher.