Am Rande

Sie dürfen an keiner Weihnachtskrippe fehlen. Und sie kommen heute noch vor? Ihnen gilt Weihnachten auf besondere Weise.

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Vor einigen Jahren habe ich einen Adventsnachmittag mit Menschen verbracht, die obdachlos waren. In dem Raum wars laut. Der Umgangston war derb und es hat gestunken: nach Urin und nach ungewaschenen Menschen. Ist mir anfangs nicht so leichtgefallen. Wir haben Plätzchen gegessen, Weihnachtslieder gesungen und die Weihnachtsgeschichte gehört. Wenn ich heute die Weihnachtsgeschichte höre, dann denke ich an diesen Adventsnachmittag zurück. Und zwar dann, wenn von den Hirten die Rede ist.  Die Hirten auf dem Feld haben damals als erste davon erfahren, dass Jesus geboren worden ist. Dass es deshalb Hoffnung für ihr Leben gibt. Die Hirten damals waren Außenseiter. Von der Gesellschaft verachtet. So wie die obdachlosen Menschen, mit denen ich zusammengesessen bin. Für Gott sind diese Hirten so wichtig, dass er ihnen als Erste die Hoffnungsbotschaft von der Geburt von Jesus überbringt. Er hat die im Blick, die am Rande der Gesellschaft stehen. Bis heute. Ich hoffe, dass die obdachlosen Menschen an dem Nachmittag das auch gespürt haben: dass sie wertgeschätzt und von Gott geliebte Menschen sind.