Bekenn dich!
Sich zu etwas bekennen? Hört man nicht mehr so oft. Klingt irgendwie verstaubt. Dabei kann es ganz schön gut sein.
Sich zu etwas bekennen? Hört man nicht mehr so oft. Klingt irgendwie verstaubt. Dabei kann es ganz schön gut sein.
„Ich bin Christin“, sage ich zu der Frau, die ich erst kurz kenne. Ein Zufall hat uns an diesem Morgen zusammengebracht. Sie erzählt mir, dass sie gerade große Not hat und ihr das Gebet hilft. Sie sei Muslima und die Rituale ihrer Religion geben ihr Halt. „Gerne bete ich für Sie“, sage ich, „ich bin Christin und auch mir hilft mein Glaube, wenn ich nicht mehr weiter weiß.“ Schweigend sind wir dann noch ein Stück nebeneinander hergegangen. Es war ein gutes Gefühl und ich habe gemerkt, dass es mir selbst in diesem Moment gut getan hat, mich zu meinem Glauben zu bekennen. In wenigen Worten habe ich mich festgemacht an dem, was mir wichtig ist und mein Leben trägt. Und gleichzeitig wurde mir wieder bewusst, was das auch heißt: die Menschen mit denen ich unterwegs bin achten, Liebe verschenken und hinsehen, statt wegsehen. Helfen und zuhören; fragen, was Jesus wohl getan hätte? Er steht für wahre Menschenliebe. Für das, was Gott mir sein möchte und ich anderen. Ich bin Christin. Ein Bekenntnis. Meins. Herausfordernd und klärend. Was ist dein Bekenntnis?
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