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Ich kann sie schon ein bisschen spüren: Die Leichtigkeit. Mehr Licht, Wärme. Gedanken an laue Nächte. An einen Espresso auf einer Piazza… „Pronto“, sagt der Kellner. „Hier bin ich, geben sie ihre Bestellung auf!“ – Ein bisschen Pronto im März… In Italien wird das oft gesagt. Gerade am Telefon. „Pronto – ich bin da und höre, leg los!“ Ob Gott italienisch spricht? Sicherlich auch. In jedem Fall ist Gott ein Pronto-Sager. Jederzeit bereit für einen Anruf und mit offenem Ohr. Er ist da um zuzuhören, um sich all das anzuhören, was noch keine Frühlingsgefühle in mir hervorruft. Um mit mir auch Schweigen auszuhalten, weil ich eigentlich jemanden zum Zuhören brauche, aber trotzdem keine Worte habe. Pronto – er ist da. Übrigens auch um Bestellungen entgegenzunehmen. Läuft zwar nicht so wie mit dem Espresso, aber er will hören, was ich mir wünsche und erträume. Ich bekomme auch was, da bin ich mir ganz sicher. Nicht immer das Erwünschte, aber ganz oft Frieden über eine Sache, die mich umtreibt. Pronto – Gott ist da und hört.

Foto: (c) radio m, Benjamin Elsner 










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