Die ganze Welt retten?

Wer viel hat, von dem wird man viel fordern – aber muss ich deshalb gleich die ganze Welt retten? Ein erster Schritt wäre vielleicht besser als der ganz große Plan.

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„Sollen wir jetzt wieder die Welt retten?“, entgegnet mir ein lieber Bekannter, als ich ihm sage, „Sonntag war Welttag gegen den Hunger“. Klar, wir werden die Welt nicht retten, nicht mal das Hungerproblem mal eben so an einem einzigen Tag, schnipp!, wegzaubern. Und wenn wir schauen, wo es selbst bei uns, im an sich reichen Deutschland inzwischen hinten und vorne eng wird mit dem Essen und in vielen, besonders Großstädten nicht erst jetzt, dann ist der Blick über den Tellerrand in andere Länder und Kontinente anstrengend und vielleicht auch nervig. Wir haben doch wirklich genug mit uns selbst zu tun! Sicher. Aber vielleicht zeigt uns genau das, dass wir unsere eigenen Probleme besser lösen könnten, wenn andere uns dabei helfen würden. Und wir ihnen. Vielleicht merken wir dabei auch etwas ganz anderes: dass Menschen in Ländern weit weg hungern müssen, ist nicht einfach so passiert. Es liegt wesentlich auch an denen, die im Moment ihre Kühlschränke noch easy vollkriegen.