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Wenn ich das lese, bin ich echt froh, alt zu sein. Als ich jung war gab es auch schon viele Trends, die dafür gesorgt haben, ob jemand angesagt und cool oder einfach draußen war. Das ist im Grunde auch heute noch so, aber mit einer gar nicht so kleinen Erweiterung. Alles was Jugendliche heute tun, geschieht öffentlich in Sozialen Medien. Passiert es dort nicht, ist es nicht passiert. Das Perfide: Junge Studentinnen glänzen mit Einsern und haben doch unablässig das Gefühl zu scheitern. Warum? Weil sie sich mit Selbstoptimiererinnen auf TikTok vergleichen, die ein minutiös getaktetes Leben präsentieren, das aber kein Gut kennt, sondern immer weiter antreibt. Auch sind es nicht mehr die Familie, Lehrer und Freunde, die junge Menschen prägen. Heute bestimmen Plattformen mit, was Jugendliche fühlen, denken und wie sie handeln. Auf der Suche nach Identität werden sie zu getriebenen, die versuchen, etwas zu sein, was man nicht sein kann, geschweige denn sein muss. „Du bist mir wunderbar gelungen, und an dir habe ich meine Freunde.“ Das ruft Gott jedem von uns zu. Und das nimmt den Druck raus perfekt sein zu müssen und hilft mir dabei zu erkennen, dass ich eigentlich gar nicht so viel mehr sein muss als ich bin.

radio m











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