Geliebtes Rumpelstilzchen

Der Frust muss raus! Aber wer bekommt ihn ab? Manchmal der Falsche. Dann ist guter Rat teuer.

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„Weißt du, Papa, ich glaube, die war gar nicht böse auf mich, sondern auf unsere Lehrerin, aber hat‘s halt an mir ausgelassen“, reflektiert mein frisch eingeschulter Erstklässler über seine neue Nebensitzerin. Ich staune. Bin stolz. Super, dass er das so versteht und sogar erkennt. Mir als Erwachsenem fällt das oft nicht so leicht. Getroffen vom rumpeligen und drängelnden Stinkstiefel an der Kasse, möchte ich zurückrumpeln. Oder wenn mich einer unfair kritisiert, suche ich automatisch nach etwas, dass ihn treffen würde! Und wie oft lasse ich meinen Frust an einem anderen aus, der eigentlich gar nichts dafür kann! Diese Gewaltspirale lässt sich aber auch durchbrechen! Dazu hilft es erstmal tief durchzuatmen und sich vorzustellen, warum der Mensch so ist, wie er ist? Vielleicht sogar nach den Gründen zu suchen. Oder ich entschuldige mich nach meinem Frustausbruch bei dem Leidtragenden. Mir hilft dabei, dass Gott jeden Menschen liebt. Und wenn er sogar das Rumpelstilzchen liebt, wer weiß, was ich übersehe!?