Glaube nicht!
Manchmal sind wir gut beraten, das mit dem Glauben zu lassen. Es tut uns nicht gut und wir sollten unserem Glauben etwas entgegensetzen.
Manchmal sind wir gut beraten, das mit dem Glauben zu lassen. Es tut uns nicht gut und wir sollten unserem Glauben etwas entgegensetzen.
„Glaub nicht alles, was du denkst.“ So heißt das neue Buch des Kabarettisten Kurt Krömer. Kein sehr lustiges Buch. Krömer erzählt von seiner schweren Depression, seinem achtwöchigen Klinikaufenthalt und seiner Heilung. Ein Weg für Krömer war, nicht alles zu glauben, was er dachte. Er dachte oft viel zu schlecht von sich, war gefangen in seinen negativen Gedanken. Er musste lernen, nicht alles zu glauben, was er von sich dachte. Musste lernen, sein Leben in einem guten Licht zu sehen. Auch wenn Kurt Krömer mit Gott wohl nicht viel am Hut hat, hat er damit er etwas getan, das auch die Bibel empfiehlt: „Mehr als alles andere: Achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie bestimmen dein Leben!“, heißt es im Buch der Sprüche. Spannend, finde ich. Nicht das, was ich erlebe, macht mein Leben aus, sondern wie ich darüber denke. Es lohnt sich, darauf zu achten, welche Gedanken mir durch den Kopf schwirren. Stimmt tatsächlich, was ich da so schlau von mir denke? Und ist das wirklich wichtig für mein Leben? Und dann will ich mich daran erinnern, dass Gott gute Gedanken über mich hat. Gedanken des Friedens und der Hoffnung. Sie helfen mir, die Schattenseiten meines Lebens zu sehen, ohne dass sie mich runterziehen. Und nach vorne zu schauen.
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Es gibt Bereiche, in denen ich empfindlich geworden bin.
Das Richtige zu sagen, aber mit der falschen Methode (Moh. durch Jesus ersetzen, und dann immer noch gleichartig glauben – als Beispiel)
Das Richtige so anwenden, dass Missbrauch auf der bösen Seite dann ganz einfach auszulösen ist (In der Bibel steht was von «in den Feuerofen werfen», also liegt es nahe, das auch mal so zu machen – nur als Beispiel, dieses Thema ist eigentlich zu schwer).
Hier bei dem Beitrag kam mir ein neue Fehler-Möglichkeit.
Man nutzt ein Beispiel aus einem anderen Bereich, um dann in dem Bereich, in dem man sich bewegen will, etwas sagen zu können.
Depression ist grundsätzlich eine Krankheit, schwere Depression sowieso.
Das ist ein Bereich, in dem eigene Gesetze gelten. – Fachwissen ist gefragt und Geduld
Es gibt noch den halbdepressiven Zustand, in dem man gerne grübelt, aber das Grübeln oft nichts bringt. Da muss man wissen: Bin ich jetzt in einer ernst zu nehmen Krise oder fühle ich mir nur so???
Nun gibt es auch den Bereich, in dem ich ganz normal nachdenken kann. Die allermeisten Bibelstellen gehören dazu. Sie setze klares Denkvermögen voraus. Nachrichtensendungen gehen davon aus, dass der Hörer gesund ist. Predigten gehen oft davon aus, dass der Hörer gesund ist. Diese Radio-Beiträge gehen davon aus, dass der Hörer gesund urteilen kann.
Mein Tip: Sich erst mal bewusst machen, in welchem Zustand bin ich überhaupt. Dann erst Inhalte bearbeiten. Und Gläubige denken gerne in der Depression über Glaubensthemen nach, das ist symptomatisch.