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„Gott versteht auch Zimbrisch“, höre ich in einer TV- Doku über das Trentino in Norditalien. Ich werde neugierig und drehe lauter: Zimbrisch, lerne ich, ist eine Mundart die heute nur noch ungefähr 1000 Menschen im Dörfchen Lusern sprechen. Einer von ihnen erzählt, wie im Laufe der Zeit das Italienische immer mehr Einzug in ihrem Dorf erhalten hat. Und auch die Gebete, die er als Kind gelernt hat, sind ausschließlich italienisch. „Aber“, so erzählt der Mann weiter, „wenn ich im Stillen mit Gott spreche, dann spreche ich zimbrisch. Denn Gott versteht auch zimbrisch.“ Seine Erzählung berührt mich. Gott versteht mich- in jeder Sprache und in jedem Dialekt. Ja sogar in den unausgesprochenen Worten meines Herzens. Es ist nicht wichtig, die richtigen Worte zu finden, um mit Gott zu sprechen. Ich kann es so tun, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Mit meinen eigenen Worten und in meiner eigenen Sprache. Ich muss mich nicht verstellen, wenn ich mit Gott spreche. Das tut mir gut und hilft mir, meine Gedanken zu sortieren und Klarheit zu bekommen.












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