Gutes mitten im Schweren

Auch in schwierigen Zeiten – sogar im Krieg – kann Gott da sein und Menschen etwas schenken, das trägt: Nähe, Zusammenhalt und Hoffnung.

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Ich sitze an einem Samstagabend mit Freunden zusammen. Wir hören gespannt Mira zu. Sie ist gerade zu Besuch in Deutschland, aber lebt eigentlich in der Ukraine – mitten im Krieg. Im Supermarkt erzählt ihr eine fremde Frau von ihrem Sohn an der Front und ihrer Angst um ihn. Mira betet mit ihr und gibt diese Sorge Gott ab.

Gott fühlt sich für Mira im Krieg so viel näher an, sagt sie – weil sie auf seine Hilfe angewiesen ist. Jeden Tag bittet sie Gott um ganz einfache Dinge: dass sie einkaufen kann, nachts trotz der Angriffe schläft und den nächsten Tag erlebt.

In Deutschland vermisst sie die Ehrlichkeit der Menschen. Und dass sie Gott dort so nah erlebt.

Das beeindruckt mich. Mira vermisst nicht das sichere Leben in Deutschland, sondern das in der Ukraine. Weil sie dort etwas erlebt, das für sie noch wertvoller ist: echte Begegnungen, Ehrlichkeit und ein tiefes Vertrauen auf Gott. Vielleicht lassen gerade harte Zeiten, Menschen ehrlicher miteinander sein. Und vielleicht ist Gott gerade dann besonders nah, wenn ich ihn am meisten brauche.