Kinderleicht

Ostern ist so lange schön, wie wir uns keine Gedanken darüber machen. Aber dann? Wird es kinderleicht.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ich unterhielt mich mal mit einem Österreicher, der von der Algäu-Gegend etwas kritisch redete. Er sagte: «Überall dieser gekreuzigte Jesus, hängend, schrecklich».
    Ja ich sagte: Man kann das durchaus doppelt ansehen: Entweder erfolgreich zu Tode gefoltert oder als Symbol.
    Mit einem Krankenhaus-Seelsorger unterhielt ich mich mal. Er monierte: Jetzt müssen wir doch glatt das Zeichen des Kreuzes von der Wand nehmen, weil sich Muslime daran stören. Ich sagte: Ja da hängen Sie ein Folterwerkzeug auf. Sollte nicht ein Lamm oder etwas positiv Wirkendes aufgehängt werden?
    Ja was soll man da nehmen?
    Ein Grab-Symbol mit Roll-Tor?
    Ein schwebender Jesus gen Himmel?
    Ostern – knallhart und unglaublich schön (eigentlich).
    Respekt an die Tochter, die das so super treffend abgekürzt hat!

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Hurra, Ostern! Lange hab ich mich drauf gefreut: Ostereier suchen, die Familie treffen, die Frühlingssonne genießen. Wäre da nicht die Sache mit Jesus. Verrat, Tod und Auferstehung. Die stören an der pastelligen Kaffeetafel wie ein blöder Schmutzfleck. Und bitte, nicht solche Themen vor den Kindern! Tja, und nun, Tischdecke drüber und Torte essen? Klappt bei mir nicht. Mein Kind will Antworten. Und ohne Tod keine Auferstehung, kein Grund zum Feiern für die Christenheit! Die Message von Ostern ist ja eine gute: Gott ist stärker als der Tod. Aber wie erklär ich das einem Kind? Dass Jesus unschuldig von einem seiner besten Freunde verraten wird und ausgerechnet er, der vorher Wunder getan hat, grausam stirbt und sich nicht wehrt. Auch die Sache mit der Schuld: Wenn es heißt, Jesus ist für die Schuld aller Menschen, also auch für meine, gestorben – vielleicht wollte ich das ja gar nicht! Während ich noch laut nachdenke, sagt meine Vierjährige: „Ist schon gut, Mama. Ich glaub, Jesus wusste, es geht nicht anders, aber Gott hat ihn nicht im Stich gelassen.“ Das hätten wir geklärt. Und jetzt feiern wir das!