Lucky Cash
Hohe Kunst: sich selbst vergeben. Einer hat es verstanden, aber es hat ein bisschen gebraucht.
Hohe Kunst: sich selbst vergeben. Einer hat es verstanden, aber es hat ein bisschen gebraucht.
„Als Gott mir vergeben hat, dachte ich mir, ich sollte das vielleicht auch tun.“ Das soll die Country-Legende, der Musiker und Songwriter Johnny Cash gesagt haben. Cash hatte ein bewegtes Leben. Er kam aus einfachen Verhältnissen, hatte viele Geschwister, das Glück, eine Gitarre zu besitzen, und das Pech, den Ruhm nur mit Tabletten und Alkohol ertragen zu können. Ich habe keine Ahnung in welchem Zusammenhang Cash den Satz gesagt hat. Vielleicht nach dem Entzug? Als seine Karriere nochmal Fahrt aufnahm? Oder als seine zweite Ehefrau endlich „Ja“ zum Heiratsantrag sagte – nach schweren Zeiten? „Als Gott mir vergeben hat, dachte ich mir, ich sollte das vielleicht auch tun.“ Cash war Christ. Er liebte Gospels. Er dachte viel über Gott nach und zahlreiche Lieder nahmen diese Gedanken auf. Die Sache mit der Vergebung scheint mir aber die Schlüsselstelle seines Glaubens zu sein. Die Erkenntnis, dass Gott schon lange vergeben hat, was ich an Mist gebaut habe, ist der Start in ein neues Leben. In ein Leben, in dem ich mir selbst vergeben kann und in dem ich anderen vergeben kann, was sie mir getan haben. Das alles, weil Gott mir vergeben hat. Weil diese Befreiung das ganze Leben verändert. Johnny Cash scheint genau das erlebt zu haben. Was für ein Glück.
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Mich würde hier interessieren, was konkret vergeben wurde.
Mich würde interessieren, was aus der Sicht Gottes IHM so richtig Mühe machte (Gott Mühe machte) Cash als Mann und als erfolgreichen Sänger zu vergeben.
Ich stellte nämlich fest, dass es so ein bestimmtes Schuldbewusstsein gibt, das gar nicht das Entscheidende für Gott ist.
Wer sich eine Sünde aussucht, um damit die Vergebung zu feiern, der tut mir leid. Das kommt aber vor. Eine Gemeinde etabliert gewisse Sachen als Sünde und wer sich öffentlich dazu bekennt (bzw. davon abwendet) und so weiter. Gott/Jesus wird sicher oft dabei gähnen.
Als ich den Film über Cash sah, tat mir z.B. weh, dass er seiner Angebeteten auch von seinen Aufputsch-Pillen geben wollte und es in dem Moment verharmloste, dass er solche Drogen nimmt. Das wäre für mich eine echte Sünde.
Er führte eine andere Person in Versuchung bzw. verharmloste den Vorgang.
Ich stelle mir Gott/Jesus so vor, dass ER es hasst, wenn jemand eine/einer seiner besonders Lieben (und das war z.B. Cash´s Angebetete) in Versuchung führt.
Bei Drogenkonsum sagte mir mal jemand, der in der Schweiz fürs blaue Kreuz arbeitet: Weisst Du Joachim: Oft sind diese Menschen auch ehrlich. Sie halten diese Welt mit ihrer Härte nicht aus und brauchen die Drogen einfach. Wenn wir so austun, als würden wir diese Welt aushalten, kann das auch etwas sein, was „wie Lügen“ ist.
Damit kann man ein klein wenig entschuldigen, dass jemand Drogen nimmt. Grundsätzlich zerstören Drogen einen Menschen, belasten extrem seine Familie und diese Sache ist ein richtiges Problem für eine Gesellschaft. Drogenkonsum zieht andere Sünden hinter sich her, wie Lügen, Betrügen, Stehlen, Raub, Gewaltandrohung, Zeit-Diebstahl und Frustration anderer, die es gut meinen mit dem Betroffenen / der Betroffenen. Aufhören bitte!