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Kein Land sehen. Das ist tatsächlich nicht ganz so einfach. Ich bin immer Sommer das erste Mal richtig gesegelt und ich hatte Respekt. 24 Stunden lang habe ich kein Land gesehen. Gott sei Dank war es weder stürmisch noch irgendwie gefährlich. Aber komisch war es schon. Ich bewundere daher Noah. Den aus der Bibel. Der, der von Gott den Auftrag bekommen hat, die Tiere im Boot zu sammeln, damit sie alle die Flut überleben. Die kam und auch dort war nirgends Land in Sicht. Zwei Sachen finde ich dabei wirklich interessant. Erstens war von vorneherein klar: In irgendeiner Form wird die Sache gut ausgehen. Mach dich auf den Weg und vertraue Gott. Und zweitens: Bewahre die Hoffnung. Halte Ausschau nach ihr. Das hat Noah auch gemacht. Zwei Mal hat er die Bootsluke aufgemacht und ließ eine Taube losfliegen, um zu schauen, ob das Land schon näherkommt. Beim ersten Mal tat sich gar nix. Kein Land. Trotzdem. Er machte die Luke wieder auf. Wieder voller Hoffnung. Und da war Land in Sicht. Es wird gut ausgehen, ich will daran glauben und immer wieder die Luke auf machen.

Foto: (c) Verlag vatter & vatter











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