Nein, du!

Tief drinnen weiß man es ganz genau. Und jetzt, wohin damit?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Annelie Krause
    Annelie Krause aus Winsen sagte:

    Jesus vergibt Schuld und das befreit. Ich vergebe mir selber und den Anderen. Ich segne mich selber und den Anderen. Durch die Vergebung und die Segnung lasse ich mich selber und Anderen los.

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Wer war das?! Kommt die Frage, geht’s nicht um reine Fakten. Es geht ums Bekennen. Hand hoch, ICH war das. Meistens will‘s ja keiner gewesen sein. Schuld fühlt sich hässlich an, schwer. Sie macht Menschen klein. Eine Frau, die eine Haftstrafe verbüßen muss, hat einen Satz geschrieben, der mich sehr beeindruckt hat: Schuld ist wie Tinnitus der Seele. Tinnitus, das Pfeifgeräusch im Ohr, begleitet manche Menschen lebenslänglich. Das quält und kostet Lebenskraft. Deshalb ist es gut, dass es Karfreitag gibt. Heute ist es überall ruhiger, laute Partys sind verboten. Aus Respekt vor dem, der an Karfreitag gesagt hat: ICH war’s, obwohl er unschuldig war. Jesus ist am Kreuz gestorben. Nicht, weil er ein Märtyrer sein wollte, sondern weil Gott keinen anderen Weg gesehen hat, um die Menschen von ihrer Schuld zu befreien. Und ihnen zu zeigen: Ich bin größer als alles Leiden, das ihr verursacht, als alle eure Fehler. Ich liebe euch. Trotzdem. Und ich will, dass ihr leicht durchs Leben gehen könnt. Das muss man erstmal für sich annehmen können. Ich, schuldig? Ja. Fehler? Auch. Besser klarkommen? Ja, bitte! Und der Tinnitus ist nicht mehr der Soundtrack des Lebens.