Päuschen
Pausen sind da zum Atemholen, Relaxen, Kaffee trinken… oder um das Erwachsensein, mal für einen kurzen Moment an den Nagel zu hängen.
Pausen sind da zum Atemholen, Relaxen, Kaffee trinken… oder um das Erwachsensein, mal für einen kurzen Moment an den Nagel zu hängen.
„Das ist wie Pause machen vom Erwachsensein“. So beschreibt es der Kolumnist im Zeit-Magazin, wenn man mit 25 nicht mehr zu Hause wohnt und das Heimkommen zum Besuch wird. Ich kann da sofort zustimmen. Sicherlich erleben das nicht alle so, aber ich spüre das sogar mit über 50 noch. Es ist einfach schön, wenn ich spüren darf, da sorgt sich jemand; ist aufmerksam; hat Verständnis für meine Probleme und Sorgen. Ein ganz ähnliches Gefühl stellt sich bei mir ein, wenn ich bete. Da muss ich weder Erwachsensein, noch Erwachsensein spielen. Da kann ich komplett loslassen und Verantwortung abgeben. Schonungslos sagen, wie es mir geht. Gott muss ich nichts vormachen. Er kennt mich und liebt mich, auch wenn ich Mist gebaut habe. Mit Mitte 50 will ich meinen Eltern nicht mehr alles zumuten, was mir durch den Kopf geht, aber Gott, der ist bereit und belastbar. Bei ihm ein Päuschen vom Erwachsensein machen – das ist beten.
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