Restday
Mein Körper und meine Seele brauchen Ruhetage. Besonders eindrücklich entdecke ich das beim Lauftraining und auch was passiert, wenn ich die Ruhetage nicht einhalte….
Mein Körper und meine Seele brauchen Ruhetage. Besonders eindrücklich entdecke ich das beim Lauftraining und auch was passiert, wenn ich die Ruhetage nicht einhalte….
Zurzeit trainiere ich für einen Halbmarathon. Mit Trainingsplan: Tempoläufe, Intervalltrainings, Dauerläufe- und das viermal pro Woche. Und zwischendrin? Da steht in meinem Trainingsplan: Restday- also Ruhetag. Manchmal, wenn ich übermotiviert bin, lasse ich diese Ruhetage weg. Das Ergebnis: meine Laufleistung wird nicht- wie ich mir erhoffe- besser. Sondern im Gegenteil: schlechter. Wenn ich mich beim Laufen also verbessern möchte, darf ich auf die Ruhe- und Erholungszeiten nicht verzichten.
Seitdem ich Sport mache, verstehe ich auch besser, warum Gott den Menschen in der Bibel einen Ruhetag in der Woche verordnet. Den Sonntag. Es geht nicht darum, eine fromme Pflicht zu erfüllen, wenn ich den Sonntag als Ruhetag einhalte. Sondern darum, dass auch meine Seele Tage braucht, an denen sie Kraft schöpfen und sich erholen kann. Weil ich dann besser durchs Leben laufen kann. Deswegen sind mir Ruhetage wichtig: im Lauftraining und im Leben.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen
Es ist interessant, wie der Ruhetag und der Sinn eines Ruhetages erklärt wird.
Durch die Erklärung gibt man ein Bild von Gott ab und verkauft dies an andere Menschen. In der Regel sollen andere Menschen positiv von Gott denken und das scheint äusserst plausibel. Hätte früher jemand ein negatives Bild von Gott verkauft oder was der Kirche nicht gepasst hat, so wäre die Exkommunikation, die Verfolgung oder die Verbrennung am lebendigen Leib angestanden (was auch ein Gottes-Bild vermittelt hat).
Kurzum: Egal welche Aussage man über Gott macht: Jede Aussage drückt Gott einen Stempel auf, wie ER ist. In dem Beitrag wird Gott als jemand verkauft, der eben sich um das Wohl und die Gesundheit des Menschen sorgt und wohlweislich einen Ruhetag (vorschreibt?) eingerichtet hat.
Ich selbst lebe einen Lebens-Rhythmus, dass ich diesen Tag brauche. Meine Partnerin kann sich das nicht leisten, sie muss sich querbeet über alle Tage hinweg total flexibel für den Arbeitgeber einteilen lassen, weil es für die Menschen, die sie pflegt keinen Ruhetag gibt, an denen sie nicht gepflegt werden müssen.
Frauen sind durch Kochen für die Familie auch oft nicht ausgenommen. Und wenn man zum Essen geht: Dort muss der Koch und das Service-Personal arbeiten. Dazu noch Feuerwehr, Sanitätsdienst, Krankenhaus, Grenzwache, Not-Dienste und Polizei und Pastoren und Viele andere.
Eines noch: Es gibt in der Bibel, besonders im Alten Testament so eine Haltung, dass man «gut» sei, wenn man sich an Gottes Gebote hält.
Ich frage mich, welche Gebote das sind. Tendenziell eher das, was im dt. Grundgesetz steht? Die Würde anderer Menschen zu achten und nicht anzutasten, als allererstes. Ist Gott veränderlich, oder klammert ER sich selbst an Bibeltext, weil sonst seine Schäfchen und Schafe durcheinanderkommen. Auch so ein Bild von Gott. Ich provoziere ein wenig.