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„Du Schnecke, du“. So hat man an mich in der Schule manchmal geärgert. Gemeint war natürlich, dass ich mal wieder zu langsam war. Zu langsam für meine Mitschüler, scheinbar zu langsam für die Welt. Also hab ich mir antrainiert schneller zu werden. Heute denke ich: „Was für ein Quatsch!“ Eine Schnecke zu sein, hat auch viele Vorteile. Man hat genug Zeit, um nach links und rechts zu schauen, alles zu betrachten und sich dann in aller Ruhe eine Meinung zu bilden. Eigentlich gar nicht so schlecht. Ein Beter in der Bibel sagte einmal zu Gott: „Meine Zeit steht in Deinen Händen“. Also Gott schenkt mir Zeit. Und gerade weil sie begrenzt ist, will ich nicht durch sie durchhetzen und mir möglichst viele Erlebnisse in kurzer Zeit auf mein Lebenszeitkonto laden, sondern die Zeit genießen. Auf dieser wunderbaren Welt. Gerne auch im Schneckentempo. Da taucht es sich noch viel besser in Gottes Welt ein.

Foto: (c) radio m, Kerstin Mühlmann











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