Alles können können
Wer sich nach dem Sinn des Lebens fragt, der sollte mal ein Kind fragen.
Wer sich nach dem Sinn des Lebens fragt, der sollte mal ein Kind fragen.
„Ich kann alles!“ Bei Drei- bis Fünfjährigen ist diese Selbstüberschätzung normal und durchaus gut, damit sich der Selbstwert entwickeln kann. Kinder in diesem Alter sind auch recht schlau. So antwortete ein Vierjähriger[1] auf die Frage, warum wir auf dieser Welt sind: „Um alles zu können!“ Genial. Nicht, dass ich alles schon kann; alles können muss, sondern: alles können, kann. Es geht um die Möglichkeiten. Als Christin bin ich überzeugt, dass das auch Gottes Plan war. In der Welt, die er geschaffen hat, für die er steht, da ist erstmal alles gut. Da darf jeder seinen Platz finden. Platz für alle. Jetzt zeigt mir natürlich ein Blick in unsere Welt, dass nicht wirklich alles gut ist und nicht jeder alle Möglichkeiten hat. Aber das ist nicht eine Absage an Gottes Welt, sondern eine Ansage an mich – an uns: Verändere das! Schaffe Möglichkeiten. In der Schule, im Büro, unterstütze andere. Werde zum Möglichmacher. Das schafft Lebenssinn für alle.
[1] PhilMag 3/2026 – letzte Seite
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