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Neulich, auf einem Parkplatz. Ein alter Herr in neongelben Laufschuhen steigt vor mir aus seinem Auto aus. Er geht wackelig, aber zielstrebig über die Straße. Ich schaue ihm nach. Schafft der die paar Meter zum Bäcker überhaupt noch? Der Mann dreht sich um und lächelt mir zu. Auf seinem Sweatshirt steht: New York City Marathon 2000. Ich werde innerlich rot. Das mit dem Marathon war früher, klar. Aber die Haltung hat er sich bewahrt. Wie geht man gut damit um, wenn die Kraft fehlt, weil Körper oder Seele streiken? Mir fällt das schwer. Einen christlichen Zauberspruch dagegen gibt es leider auch nicht. Aber einen Trostsatz: Meine Kraft ist in den Schwachen stark! Paulus, ein berühmter Mann aus der Bibel, hat ihn als Antwort auf seine Gebete gehört. Er wollte seine gesundheitlichen Probleme loswerden, ein toller Redner sein. Und so mehr Eindruck schinden. Jesus hat ihm diesen Wunsch nicht erfüllt, Paulus wurde kein Supermann. Aber mit seinen Möglichkeiten, war er ein super Mann, ein super Mensch. Der wusste: Meine Kraft muss gar nicht aus mir allein kommen. Ich kann Gott um seine bitten. Das reicht.












Ja Paulus ist ein Phänomen. Er ist der Super-Theologe schlecht hin. Für die Christenheit wahrscheinlich genauso wichtig wie Jesus selbst, wenn man es rein vom Wirken als jeweiliger Mensch betrachtet.
Mir gefällt auch, dass Paulus eine gewisse Logik etabliert. Wie wird etwas begründet? Wie wird die Freiheit begründet, die durch Jesus in das Glaubenssystem gebracht wurde?
Wie entscheidet man, ob man nun Fleisch essen darf, das den Göttern geweiht wurde? Klar bei den Frauen-Benimm-Regeln mussten noch die vorhandenen Volks-Empfindungen berücksichtigt werden. Absolut gesehen, ist das, was in der Bibel steht heute ein Problem: „Liebe christliche Frau, wenn Du was von grosser Bedeutung in die Gemeinde einbringen willst, dann spreche es daheim mit Deinem Mann durch und er soll es vor die Gemeinde bringen und nicht Du direkt.“ Das wäre heute nicht mehr zeitgemäss. Heute sind Frauen Pastorinnen und begleiten hohe kirchliche Ämter. Die Frauen denken nicht daran, sich zurückzunehmen.
Was will Gott/Jesus wirklich in der Sache, das wäre die interessante Frage.
Käme Jesus als nächstes als Jesusin auf die Erde?