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Man sieht einer Träne an, warum sie geweint wurde! Klingt unglaublich? Ist aber wahr. Der niederländische Fotograf Maurice Mikkers hat rausgefunden: Tränen sind nicht gleich Tränen. Er hat Tränen unter dem Mikroskop hundertfach vergrößert und dabei Erstaunliches festgestellt: Tränen, die wir vor Traurigkeit vergießen, sehen anders aus als Freudentränen. Tränen, die beim Zwiebelschneiden fließen, haben eine andere Struktur als Tränen der Rührung. Ich finde das faszinierend. Und zugleich berührt mich das – auch im Blick auf Gott. In der Bibel betet ein Mensch zu Gott: „Du zählst meine Tränen. Du sammelst sie in einem Gefäß.“ Was für ein Gedanke! Gott kennt jede Träne, die wir weinen. Und er weiß, warum sie vergossen wurden. Er hat ein Gefäß dafür: eins für die Tränen, weil der Schulabschluss geschafft ist; eins für die Tränen, als die Oma starb; eins für die Freude über die Geburt der Tochter; eins, weil das Bein so weh tut, nach der OP. Gott braucht kein Mikroskop, um herauszufinden, warum ich geweint habe. Er weiß es. Und ich bin nicht allein mit meinen Tränen. Das finde ich eine richtig schöne Vorstellung.

© radio m











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