Umsonst gegrübelt
Riiiiiiiiing! Och nöööö….bitte, nur noch 5 Minuten! Ich bin doch eben erst eingeschlafen.
Riiiiiiiiing! Och nöööö….bitte, nur noch 5 Minuten! Ich bin doch eben erst eingeschlafen.
Ich bin gerädert. Hinter mir liegt eine dieser Nächte, in denen ich kaum ein Auge zugemacht habe. Die Gedankenspirale in meinem Kopf hat mal wieder kein Ende genommen: Was, wenn diese oder jene Situation eintritt? Wie reagiere ich dann? Was tu ich, wenn dies oder das passiert? Und was, wenn alles ganz anders kommt? Wie löse ich das dann? Das Ergebnis solcher Nächte spüre ich am nächsten Morgen: Ich bin völlig durch den Wind und todmüde. Und in den meisten Fällen kommt am Ende alles anders, als ich es mir in der Nacht ausgemalt habe. Umsonst gegrübelt. „Macht euch keine Sorgen um den kommenden Tag“, empfiehlt Jesus in der Bibel. Leichter gesagt als getan, denk ich mir in solchen Nächten. Und doch: Jesus begründet seine Empfehlung. „Gott weiß doch, was du brauchst und wird für dich sorgen.“ Und irgendwie spüre ich: wenn diese göttliche Sorglosigkeit meine Lebenshaltung wäre- ich glaube: es würde meine Nächte erholsamer machen. Ich will es lernen, mich immer wieder daran erinnern: Gott sorgt für mich. Ich muss mir keine Sorgen machen.
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Was ich dabei als Regel weitergeben kann:
Sachen, die nicht geistlich sind, nicht vergeistlichen.
Ein geistliches Thema ist z.B., wenn ich mir Sorgen mache, in den Himmel zu kommen. Da kann ich in der Bibel (Johannes-Evangelium, Paulus-Briefe) nachschauen und auf auf Zusagen aus Predigten vertrauen.
Bei anderen Themen, brauche ich manchmal mehr Kraft und Sicherheit, als ich spüre. Hier hilft oft, konkret das sog. „Richtige“ zu tun.
Ganz interessant wird es natürlich bei den konkreten Hilfen von Gott/Jesus und dass ich diese auch höre und dann auch beachte. Dieser Bereich ist aber sehr feinsinnig und hochsensibel (und leicht störbar). Da kann ich hauptsächlich den Tip geben: Sei ehrlich zu Dir, sei ehrlich zu Gott/Jesus. Hier ist es ganz schwer einen Tip zu geben. Gott spricht da eher mit einer leisen und sanften Stimme zu Dir in Deinem Inneren.
Viele Psalmen setzen sich mit diesen Spannungsfeldern auseinander, bei der innere Not verarbeitet wird. Hier bin ich selbst ein ständig Lernender und ein Leidender (statt ein Held).
Was grässlich ist, ist eine Kriegsangst, die man momentan echt haben muss. Es gibt einfach zu viele kriegerische Konflikte und zu wenig hoffnungsschöpfende Friedens-Diplomatie-Erfolge. Solche Sorgennächte kann man als normal einstufen. Wir sind Menschen! Wir haben Angst vor dem, was kommen kann.
Verwende ein Gebet, das Dir guttut:
„Mein Jesus-Gott, mit Dir kann ich über hohe Mauern springen.
Mein Jesus-Gott, ich werde Dirzuliebe die Situation aushalten, so gut es geht.“
Danke für diesen Impuls heute! Ich kenne solche Nächte auch!
Herzliche Grüße aus Filderstadt!