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Ich steh im Süßigkeitenladen zwischen Tonnen von Gummibärchen und Bonbons. Leider lecker. Alles. Warum bin ich hier nur reingegangen? Die Versuchung ist groß. Und führe mich nicht in Versuchung, sondern erlöse mich von dem Bösen. So heißt es im Vaterunser, dem Standartgebet der Christenheit. Diese Versuchung aus reinster Glucose war dort wohl kaum gemeint. Aber welche dann? Das Gott mich testen will? Ob ich auf ihn vertraue oder doch auf die Versprechungen von Werbung, Influencern und Erfolg? In Versuchung komme ich jeden Tag. Dinge zu tun, von denen ich weiß, dass sie nicht gut sind: über andere lästern, mich als Herrin meiner kleinen Welt aufspielen. Wirkliche Macht über diese Welt und mein Leben hat aber nur Gott. Er könnte sich als Bestimmer aufführen, mich testen. Aber will er das? Es gibt Tage, da bin ich unsicher, ob Gott wirklich der Gute ist. An diesen Tagen bete ich erst recht: „und führe mich nicht in Versuchung. Sondern erlöse mich von dem Bösen.“ Egal wer oder was das ist. Ich glaube, Gott wünscht sich, dass ich ihm einfach nur vertraue. Wie ein Kind seinen Eltern. An guten Tagen und wenn alles unfair erscheint. Das Vaterunser erinnert mich daran: Gott steht und bleibt an meiner Seite.












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