VertrauensWunder

Mütter haben grundsätzlich viel Vertrauen in ihre Kinder. Nicht alle. Die meisten. Maria gehört dazu.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Wein in Wasser zu verwandeln war, soweit ich weiss das erste relativ stark und praktisch erlebbare und öffentliche Wunder, das Jesus vollbracht hat. Mit diesem Wunder wird auf die Notwendigkeit des Vertrauens auf Jesus hingedeutet im Beitrag. Ich frage mich, ob es nicht bessere Wunder gibt, bei denen das Ergebnis der Wunder-Geschichte voll oder teilweise vom Vertrauen des Empfangenden (männlich, weiblich oder Mehrzahl) mit abhängt. Die meisten Heilungswunder setzen voraus, dass der Geheilte auch wirklich geheilt sein will (was logisch erscheint, aber es gibt auch Menschen, die haben «ihr Leid» so fest in ihr Leben eingebaut, dass sie das sogar brauchen, obwohl sie darunter leiden).
    Wenn das eine «Vertrauensgeschichte» ist, dann geht es erst mal um das Vertrauen seiner Mutter in Jesus. Wir wissen nicht, ob Maria da an ein Wunder gedacht hat oder ob sie davon ausgegangen ist, dass Jesus loszieht und Wein einkauft oder es organisiert, dass Wein eingekauft wird. Wir wissen nicht viel über die finanziellen Mittel, die Jesus zu dem Zeitpunkt zur Verfügung hatte. Geld scheint hier keine Rolle zu spielen, aber in der Praxis war es vielleicht doch Geldmangel der Gastgeber.
    Soweit ich die Geschichte kenne, ist da bedeutsam, wann Jesus anfängt, öffentlich erlebbare Wunder zu tun zu beginnen. Ich vermute, dass Jesus wusste: Wenn ich damit anfange, dann passiert etwas und das was dann passiert, wird nicht einfach und es wird damit eingeleitet, dass Jesus nicht nur öffentlich als der Erlöser bekannt wird, sondern es bestimmt den Zeitpunkt, wann «die Gegenkräfte» stärker werden würden und er sozusagen aus dem Schützengraben steigt und sich mit der feindlichen Umgebung auseinandersetzt. Die feindliche Umgebung war der religiös etablierte Status Quo, den es bei uns übrigens auch immer gibt.
    Es sollte nicht «eine Frau» sein, die den Startschuss für das öffentliche Wirken von Jesus ist, war es aber doch und daher hat Jesus vielleicht erst mal patzig reagiert. Interessant ist, ob Jesus hier flexibel war, nach dem Motto: «Na gut, dann geht es eben heute los». Frauen sollten aus der Geschichte lernen: Jesus tut zwar, was sie wollen, aber eben mürrisch und vielleicht wäre es einen Tick hochwertiger, wenn Jesus den Zeitplan selbst bestimmen kann.

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Das wär’s doch: Wenn man aus Mist Bonbons machen könnte oder aus Wasser Wein? Letzteres soll ja tatsächlich funktioniert haben. Damals auf einer Hochzeit, zu der Jesus, seine Mutter und seine Freunde eingeladen waren. Es hat sogar so gut funktioniert, dass der Oberkellner sich wunderte, warum der edle Tropfen nicht gleich zu Beginn der Hochzeit angeboten wurde. Jesus hat sich erst ein bisschen geziert, dieses Wunder zu vollbringen, konnte den Wunsch seiner Mutter am Ende aber doch nicht abschlagen. Seltsame Geschichte. Wie ja so viele in der Bibel. Gemein ist ihnen oft, dass da eine Sache nicht gut läuft, es jemanden schlecht geht und dann wird die Situation durch eine kleine Handlung Jesu völlig gedreht. Gemein ist diesen Geschichten meist auch, dass es um Vertrauen, um Zutrauen geht. Ein Mensch vertraut sich Jesus ganz an und traut ihm alles zu. Dann ändert sich was. Dabei geht es hier nicht um einen Wunscherfüllungsmechanismus. Ich glaube es geht darum zu zeigen: Wer Gott vertraut und ihm zutraut, dass sich Dinge ändern können, wird das auch in welcher Form auch immer erleben. Ich darf gespannt sein.