Verwandelt
Alles anders, nur weil ein Wanderprediger plötzlich doch nicht mehr tot war? Der Schmetterling flattert voraus…
Alles anders, nur weil ein Wanderprediger plötzlich doch nicht mehr tot war? Der Schmetterling flattert voraus…
Frohe Ostern! Wie gut, dass es gleich zwei Feiertage gibt; zu Feiern gibt’s ja genug: den Osterhasen, das Familien-Frühlingsfest oder – das ist mir wichtig – das neue Leben, das Gott uns seit Ostern verspricht. Eins, in dem Angst und Sorge, Not und Schuld keine Rolle mehr spielen sollen. Leicht und beschwingt soll es sein, weil? Ja, weil das Unglaubliche passiert ist: Jesus ist auferstanden. Zurück von den Toten, raus aus dem Grab. Und wieder dorthin, wo das Leben tobt. Ein unübersehbares Zeichen von Gott an uns Menschen, dass ihn nichts, aber auch gar nichts aufhalten kann. Nicht mal Verrat oder Tod. Keine Angst, heißt die Botschaft von Ostern und Gott. Ich habe euch vergeben. Alles. Fehler, Schuld, alles weg, ihr sollt leben! Und auch der Tod ist nicht das Ende. Da kommt noch viel mehr. Was genau? Hmm… mir hilft da der Blick auf den Schmetterling, der jetzt schon ab und an durch meinen Garten flattert. Schon seit Urzeiten gilt er als Symbol für die Auferstehung und das neue Leben, das Gott uns verspricht. Wenn Raupen sich verpuppen, zersetzen sie sich fast komplett in eine Art Suppe. Und aus der entsteht geheimnisvoll und zauberhaft, der Schmetterling: ganz anders, wunderbar, ein komplett neues Wesen. Was für ein Versprechen.
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Das mit dem Schmetterling ist eine gute Beispiel-Betrachtung, wie es werden kann. Hier auf Erden das Dasein einer unansehnlichen Raupe leben (wobei es aber durchaus faszinierende Raupen gibt!) und dann im Himmel ein Schmetterling sein können und trotzdem die gleiche Person zu sein, vorher wie nachher. Was im Schmetterling vor sich geht und ob er sich noch an sein Leben als Raupe erinnert, das wissen wir nicht. Wir wissen auch nicht, ob er bei der Begegnung mit einem anderen Schmetterling sagen kann: Weisst Du noch damals, als wir gemeinsam vom gleichen Strauch die Blätter aufgefressen haben und uns ständig beäugt haben? Jedes Bild hat die Möglichkeit, den Horizont (den Denk-Horizont) zu weiten. Jedes Bild hat aber seine Begrenzung und kann nur einen Teil der Wirklichkeit darstellen.
So kann das Bild vom Schmetterling ganz schlecht darstellen, dass es von Gott eine Auslese geben wird, wer sich zum Schmetterling verwandeln darf. Die Jünger: Lass Pech und Schwefel herunterfallen, wenn Sie nicht begreifen wollen, dass Du der Messias bist. Nein sagt Jesus: Lass alles wachsen, hinterher wird ausgesiebt zwischen gutem Samen und Unkraut-Samen.
Das Radio-Beitrag-Bild vermittelt: Sobald Du eine Raupe bist, wirst Du mit allergrösster Wahrscheinlichkeit auch ein Schmetterling sein. Das andere Bild vermittelt: Nicht die Raupen werden ausgelesen. Anders in der Zucht-Vermehrung: Wenn auf der Insel Mainau die Schmetterlinge gezüchtet oder zugekauft werden, so wird eine Auslese bei den Raupen gemacht.
Eine Ebene oben drüber ist übrigens die Fähigkeit eine Raupe oder einen Schmetterling und die Verwandlung und Vermehrung technisch als machbar zu realisieren (als göttliche Fähigkeit).
Eine Ebene drüber steht der Gedanke der Vielfalt, wie viele Schmetterlinge es überhaupt geben soll und der Gedanke der Vielfalt der Blumen und Sträucher, die die Schmetterlinge besuchen können.
Darüber steht wiederum, dass sich der Mensch (und Gott) Gedanken über Schönheit und Lieblichkeit von Schmetterlingen machen können.
Das Empfinden für Schönheit, was ist das, wo kommt es her?