Was danach geschah

Kein Happyend, sondern ein offenes Ende. Doof oder gut? Ich bin für gut.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Als die Bibel zusammengestellt wurde, war es schwierig eine Auslese von dem zu treffen, was es insgesamt gab. Es soll einen Wust von sog. Schundliteratur gegeben haben, in der Menschen irgendwelche heilige Infos, die existiert haben, noch andere Sachen in Romanform angehängt haben. Viele Menschen glauben, dass das Finden von «alter Literatur» oder alten Büchern automatisch dazu führen muss, dass es vertrauenswürdige Überlieferungen seien.
    Die Echtheit kommt sogar durch Fehler teilweise zustande, was wie ein Paradoxon wirkt. Zwei identische Schriften zu einem Thema, sind leider voneinander abgeschrieben. Erzählen unterschiedliche Personen, die gleiche Geschichte, wird die Echtheit wieder durch Unterschiede in Detail-Schilderungen glaubhaft.
    Das krasseste Beispiel erlebte ich mal in Konstanz, da erzählte mir jemand, er sein Mitglied eines Ordens der seinen Beginn darin fand, Maria und einige Jünger geschützt zu haben. Wir wissen nur von der Apostelgeschichte, wie es weiterging, aber das Schicksal von Maria und den leiblichen Brüdern von Jesus und von den Jüngern und ersten Christen wissen wir nur bruchstückhaft. Gab es von Jesus und Johannes dem Täufer Schriftstücke? Viele glauben, dass die Auswahl, was wir wissen sollen und was einfach reichten muss als Information, sei Gott gelenkt und Gott gewollt. Nicht im Einklang miteinander, sind sämtliche Informationen über das Weltende. Die hoffnungsreichste Version: Nachdem das tausendjährige Reich erst noch kommen muss, kann man sich getrost zurücklehnen, dass so schnell das Weltende nicht kommen wird. Ja und überlieferte Einzelschicksale bei der normal gläubig gewordenen Gesellschaft, Roman oder echt?
    Es gibt in einem Museum ein Tagebuch eines Handelsreisenden der Hamburger Handelsgesellschaft (Mittelalter). Dieses Büchlein ist als echt anerkannt und was darin geschildert wird auch.

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Gute Bücher haben einen offenen Ausgang. Meine Meinung. Obwohl ich immer gerne wissen würde, wie es weitergeht. Doch der offene Ausgang muss sein.  Er bringt mich zum Nachdenken. Beim Lesen werden die Personen, um die es geht, Teil meines Lebens. Immer wieder frage ich mich. „Hätte auch ich so gehandelt? Könnte mir so etwas passieren?“ Der offene Ausgang lässt mich hoffen, lässt mir Möglichkeiten, die ich durchspielen kann, wie wohl der beste Ausgang wäre. Wenn ich in der Bibel von Begegnungen zwischen Jesus und zum Beispiel einem kranken Menschen, den er heilt, lese, dann habe ich am Ende dieser Geschichten auch immer den Eindruck: Da bleibt ganz viel offen. Es bleibt offen, wie die ehemals kranke Person danach weiterlebt. Findet sie zu einem neuen Glück? Stärkt das Wunder den Glauben an einen Gott, der es gut mit einem meint? Ist da Dankbarkeit oder ist die Person vielleicht überfordert mit den neuen Möglichkeiten? Die Geschichten von Jesus enden meist an einem Wendepunkt im Leben eines Menschen. Gut so, denn jetzt bin ich gefragt: Was würde ich daraus machen?