Wie schaust du denn?

„Hast du einen Clown verschluckt? Oder warum freust du dich so?“ Fröhliche Gesichter sind anscheinend eine Seltenheit und fallen auf. Müsste es nicht umgekehrt sein?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Gesten sagte meine Partnerin, dass ich an vielem leide. Und ich musste das bejaen. Ich leide darunter, mehr zu sehen und vielleicht auch mehr wahrzunehmen und mehr zu verarbeiten, als andere Menschen.
    Vielleicht geht es einem Konzernchef ähnlich. Was muss er/oder sie nicht alles an Informationen tagtäglich verarbeiten.
    Bei jedem Menschen gibt es eine Grenze, bei der die Überlastung anfängt und die Überlast zu Leidens-Gefühlen und Leidens-Empfindungen wird.
    Die armen Deutschen. Sie haben tolle Eigenschaften, doch sie werden überlastet und man kann ihre Beflissenhaftigkeit ausnutzen. Extrembeispiel: Der Aufstieg Hittlleers in den Niederlanden. Wow, wie die Niederländer da mitmachten bei der Lösung weltweiter Probleme – besonders die Juuddeen. Wie reduziert man CO2: Ja die Deutschen gehen voran. Die Bundesregierung leidet. Erst mal ist eine Koalitions-Regierung anstrengend, zweites ist Demokratie anstrengend und 3. muss man nun noch einen Krieg ertragen und kann nur Waffen liefern. Mitkämpfen wäre der 3. Weltkrieg. Der David muss sich von Goliath mit den allerneusten Waffen (Migration, Desinformation und modernste Kriegstechnik) prügelweich schlagen lassen. Da kommen momentan die blöden Gesichter her und die Coorroona-Zeit war wahrscheinlich schon der Kriegsbeginn.
    Aber es gibt eine Ausweg: Eine Blütezeit, die den falschen Geistern die Energie nimmt.

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Ich sitze in der Bahn nach Hause. Sie ist ziemlich voll. Ein bunter Haufen Menschen umgibt mich: Senioren, Mütter und Väter mit Kinderwägen, Menschen, die von der Arbeit heim fahren, Jugendliche… fast alles starren auf ihr Handy, aber vor allem: alle schauen irgendwie recht mürrisch drein.

Schade, denke ich. Das Leben hat doch, zumindest für die meisten von ihnen, bestimmt auch schöne Seiten. Warum schauen denn dann alle nur so bedrückt?!

Im nächsten Tunnel sehe ich mein Gesicht, wie es sich im Fenster spiegelt. Und ich schaue genauso mürrisch drein. Kein Deut besser, fröhlicher oder positiver ist mein Blick. Mein Blick ist wie der, der anderen. Fast erschrecke ich, als ich mich selbst dabei ertappe. „Ja, warum schaust du eigentlich so mürrisch?“, Meine Gedanken drehen sich in meinem Kopf. Wahrscheinlich denke auch ich zu oft nur an die schwierigeren Seiten in meinem Leben. Sie verdrängen die vielen schönen Seiten, die Gott mir schenkt, schade. Dabei ist vieles doch gut und schön. Wenn ich gleich heimkomme, dann springt mir der Hund freudig entgegen. Im Kühlschrank steht noch ein Rest leckeres Essen und meine kleine Tochter wird lachen, wenn ich ihr den Bauch kitzle. Danke dafür. Und da merke ich, wie sich mein Gesicht entspannt und in meinem Kopf auf einmal die schönen Seiten des Lebens eine größere Rolle spielen.