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Absolut unvernünftig. Es wird dort verdammt kalt. Im Norden Frankreichs im Herbst oder gar Winter. Ich habe da auch mal gewohnt. Es ist feucht und kalt und ungemütlich. Und dann sitzt da einer am Straßenrand, bettelnd und frierend. Keine Jacke an, nichts. Da will ich nicht tauschen. Soll ich ihm meine Jacke geben? Hab ja noch nen Pulli drunter… aber wahrscheinlich werde ich dann auch noch krank? Absolut unvernünftig bei diesem Wetter da zu hocken und absolut unvernünftig auch noch die eigene Jacke herzugeben und selbst zu frieren. Gott sei Dank hat der Soldat Martin so nicht gedacht, als er durch das Stadttor von Amiens geritten ist und diesen armen Menschen gesehen hat. Er hat seinen Mantel mit ihm geteilt und dafür feiern wir ihn bis heute. Seine Vernunft – und als Soldat war er sicherlich vernünftig – wurde von der Liebe Gottes berührt. Eine Liebe, die ihn hat einfach machen lassen. Das Leben braucht manchmal mehr als Vernunft. Und Geschichten wie diese, die die Vernunft mit Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Tatkraft versehen.

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