Zärtlichkeit bezeugen

Die Welt wirkt brutal, hart und unbarmherzig. Können wir irgendetwas daran ändern? Können wir irgendetwas bewirken?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Der Mensch ist sooo komplex.
    Haben Sie schon mal erlebt, dass Sie mit jemanden ein Problem durchkauen wollen und der andere erzählt dann Zeug, das ihnen gerade gar nicht hilft und sie eher noch belastet, weil sein/ihr «Gesprochenes» zu einer anderen Kategorie gehört?
    Ein guter Zuhörer sein, kann extrem wichtig sein.
    Wir haben in unserer Gemeinde einen sehr schlauen Chinesen.
    Er hörte nur zu.
    Wir haben in unserer Gemeinde eine «graue Eminenz»-
    Die forderte mich zum Streitgespräch auf und er fragte mich: «Sollen wir das Glaubensbekenntnis ändern oder die Offenbarung, wenn im Glaubensbekenntnis steht, dass Jesus zur Rechten Gottes sitzt und in der Offenbarung steht es nicht»?
    Das sind so Fragen, bei denen man verliert, sobald man überhaupt eine Antwort gibt.
    Die Kommunikation zwischen Menschen ist sehr komplex.
    Das Thema mit «Leid in der Ukraine», kann man sicher dadurch beantworten, dass man sich fragt: «Was kann ich in meiner kleinen Umgebung tun, was ich im Grossen nicht tun kann (oder will).». Grundsätzlich geht es aber um Verzweiflung, bei so grossen Scheissdreck-Sachen scheinbar nichts Angemessenes tun zu können und dafür einen geistlichen Ausweg sucht.

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„Werden wir im Winter frieren müssen?“, titeln die Zeitungen. Dazu jeden Tag neue Berichte über Gaslieferengpässe, der Möglichkeit, wieder auf die Kohle zu setzen, über den grausamen Krieg in der Ukraine, die Folgen des schweren Erdbebens in Afghanistan und über Menschen in meiner Stadt, die Mühe haben ihren Lebensunterhalt zu bezahlen, weil die Preise steigen und steigen. Ich kann mich täglich in Rage lesen und hören, so dass mein Kopf in der Dauerschleife von Angst und Sorge um die Zukunft fast durchdreht. Ausblenden geht irgendwie nicht. Verdrängen ist ungesund und auch anstrengend. Was kann ich dem entgegensetzen? Eine weise Frau fordert: „Sei Zeugin der Zärtlichkeit Gottes, ein Hoffnungsschimmer mitten im Leid dieser Welt der Gewalt und des Unrechts.“ Zeugin der Zärtlichkeit Gottes sein. Was für ein schöner Gedanke! Gottes Liebe, die feststeht und nicht verhandelbar ist, sichtbar machen, indem ich sie lebe. In Berührungen und Worten, in liebvollem Handeln und Zuwenden, im Hinsehen mit liebenden Augen. Das beendet wahrscheinlich keinen Krieg, aber für einen einzigen Menschen, kann sich dadurch alles ändern.