Das Besserwisserchen
Wann ist ein guter Rat ein guter Rat und wann ist es einfach nur Besserwisserei? Ein schmaler Grat, der aber einen empfindlichen Unterschied macht.
Wann ist ein guter Rat ein guter Rat und wann ist es einfach nur Besserwisserei? Ein schmaler Grat, der aber einen empfindlichen Unterschied macht.
„Papa! Das muss du so machen!“, sagt mein Besserwisserchen. Und zum Glück liebe ich es bis in die kleinste Haarspitze, denn ganz ehrlich: Wenn’s mal so gar nicht klappt und ein Dreikäsehoch erklärt dir dann, dass doch alles gaaanz einfach sei… Ich könnte schreien. Stattdessen beiße ich mir auf die Lippe, unterdrücke meinen Ärger, höre wie mir dann aber doch ein: „Keiner mag Besserwisser!“ rausrutscht. Aber das beeindruckt mein Besserwisserchen nicht: „Du bist doch selber ein Besserwisser.“, verteidigt es sich. Und was ist schlimmer als ein Besserwisserchen, das zu allem was zu sagen hat? – Richtig! Eines das recht hat. Aus Kinderperspektive sind Eltern Besserwisser! Und jetzt? Jesus sagte mal: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?“ Wobei, ich glaube, der große Unterschied ist meine Motivation! Geht’s mir darum jemand anderen zu zeigen, dass ich mehr weiß. Oder geht’s mir darum meinem Gegenüber zu helfen? Das ändert meine Haltung, meine Ansprache und kommt entsprechend anders an. Und dann merke ich auch, wenn es vielleicht sogar liebevoller erstmal nichts zu sagen!
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