Den Sturm überstehen
Aufrecht bleiben, wenn es stürmt – das ist auf See so und im Leben auch. Alleine schaffe ich das manchmal nicht.
Aufrecht bleiben, wenn es stürmt – das ist auf See so und im Leben auch. Alleine schaffe ich das manchmal nicht.
Das ICH ist stark, selbst in Schwachheit. Das habe ich bei unserem Großvater festgestellt. Seine Demenz war schon weit fortgeschritten, aber sich selbst erkannte er selbst dann noch auf alten Fotografien, als er unsere Namen schon nicht mehr wusste, geschweige denn, dass wir verwandt waren. Das Ich ist stark und sich selbst zu erkennen, diese Fähigkeit entwickelt sich zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr. Spiegeltest nennt man den Test, wenn man überprüft, ob sich ein Kind im Spiegel selbst erkennt. Wenn ich in den Spiegel schaue, weiß ich zwar, dass ich das bin, aber manchmal habe ich das Gefühl: da schaut mich eine Fremde an. Ich schaue mit Befremden auf das Bild. Sehe meine Angst oder Sorge um etwas, sehe Einsamkeit, manchmal Schmerz und Trauer. Zweifel und Lieblosigkeit. Dann mag ich mich selber nicht. Der Blick, mit dem ich mich dann betrachte, tut mir nicht gut. Eine Theorie besagt, dass ich mein ICH so definiere, wie andere es wahrnehmen. Sie spiegeln mir, wer ich bin. Wenn das so ist, dann ist es für mein Wohlergehen wichtig, die richtigen „anderen“ zu finden, die mich spiegeln. Gerade an schlechten Tagen, geht mein Blick dann zu Gott. Er spiegelt: Du bist ein bedingungslos geliebter Mensch. Wer sich geliebt und liebevoll angesehen weiß, wird mit sich selbst liebevoller sein und eine Kraft finden, die einen manchen Sturm im Leben gut überstehen lässt.
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In der christlichen Szene ist es üblich, sich nicht nur von der positiven Seite zu sehen, sondern auch von der Seite: «Ich bin ein Sünder.» (Das macht man in der Esoterik-Szene nicht. Sie sprechen davon: Was triggert mich wie an? Wo habe ich meine Baustellen?)
Ich als Sünder: Ja ich bin selbstsüchtig und manipulativ z.B. (gelegentlich! (und öfter, wo ich es nicht mal merke!)).
In der christlichen Szene, wird das „sich selbst von der positiven Seite sehen“ dadurch ersetzt, dass man in den Gottesdienst geht und dann das Gefühl hat: Ich gehöre dazu. Ich habe einen Rang und eine Stellung in dieser Gemeinschaft.
Es gibt 2 Bereiche, die schwierig auszuhalten sind:
– zum einen eine Situation in der man sich irgendwie wie ein Sonderling vorkommt
– zum anderen die Sachen, die gar nicht so gut beleuchtet werden: Psychische Zustände, die Dich scheisse fühlen lassen.
Im Ersten Fall bekommst Du evtl. ein negatives Feedback oder ein gemischtes Feedback und darfst nicht so ganz mit der Vorstellung leben: Ich bin grundsätzlich okay.
Im Zweiten Fall bekommst Du evtl. sogar ein positives Feedback, kannst es aber innerlich nicht positiv annehmen, weil Dein Inneres das nicht zulässt, Dich gerade positiv zu fühlen.
In beiden Fällen fühlst Du Dich nicht grundsätzlich, zu 100% okay.
Im ersten Fall, passen sich die meisten Menschen an.
Im zweiten Fall verbergen es die meisten Menschen, denn Du fühlst Dich als Versager in der Eigenverantwortung die Du dafür hast, und ohne Eigenverantwortung: Du suchst Dir einen Grund, warum Du Dich so scheisse fühlen darf. (Ja, manche Menschen wollen sich sogar schlecht fühlen, was wie ein Paradoxon wirkt!) Mit dem gefundenen Grund, darf ich mich ja dann offiziell legitimiert scheisse fühlen.
Ja dieses spiegeln im gesprochenen Beitrag: Wie geht das wirklich?
Ja und jetzt, was hilft? Es hilft zu wissen: Jesus mag (verantwortungsbewusste) Sonderlinge und bei diesen psychischen Negativ-Zuständen, weiss Jesus schon was los ist und er ist jetzt barmherzig zu Dir!