Die Dauerschleife

Kinder fordern. Eltern auch. Das alles zu viel Druck!

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Habt Ihr auch jemand im Team, der „ständig“ nicht von „Keine Kinder-Geschichten“ berichtet? Momentan steht doch der Ukraine-Krieg (es werden die Werte von Europa stellvertretend verteidigt) und der Israel Konflikt (es werden unsere Glaubens-Wurzeln verteidigt) auf der Themen-Agenda ganz oben.
    Okay Ukraine ist „Pausen-Brot und Zähneputzen nicht vergessen“ – im übertragenen Sinn vergleichbar??
    Lieber Benjamin, welchen Druck willst Du bewusst aushalten? Welchem Druck willst Du entfliehen? Welchen Druck willst Du besiegen? Welchen Druck willst Du an Gott abgeben, weil das nötig und richtig erscheint?

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Wie konnte es nur so weit kommen? In Dauerschleife höre ich mich sagen: „Hast du dein Pausenbrot eingepackt?“, „Schau bitte auf die Uhr, es ist Zeit!“, „Hast du geübt?“, „Sind die Hausis fertig?“ Oder: „Putz deine Zähne bitte gründlich!“ Gehört habe ich sie von meinen Eltern. Genervt haben sie mich bis in die kleinste Faser meiner Existenz. Jetzt tröte ich dieselben Sätze an meine Kinder und warum? – Weil ich sie liebe und ihnen die Folgen ersparen will. Zuspätkommer haben’s schwerer, Karies verursacht unschöne Zahnarztbesuche, fehlendes Pausenbrot ist Frust pur! Das sind die kurzfristigen Ziele. Langfristig schweben mir natürlich selbstständige, wissenshungrige und empathische junge Menschen vor. Aber habe ich es in der Hand? Je länger ich mit ihnen unterwegs bin, stelle ich fest: Nur bedingt. Tatsächlich glaube ich, sind sie mir von Gott anvertraut. Ich kann ihnen viel zeigen, aber was aus ihnen wird, das liegt in ihrer und Gottes Hand. Ich gebe also weiter Tipps, leide mit ihnen, wenn‘s schief geht und hab sie weiter richtig lieb. Aber ich glaube, den Druck, dass ich‘s hinbekommen muss, den darf und muss ich vielleicht sogar abgeben!