Ein Trend zum Davonlaufen!

Gehört in die Kategorie, braucht kein Mensch! Der neue Trend Fail-Watching! Aber Vorsicht, wer zu schnell verurteilt!

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus Der Schweiz sagte:

    Der Effekt, dass ein Mensch Schadenfreude spüren kann ist ein realer Effekt des Menschen. Es ist vergleichbar mit der körperlichen Reaktion auf ein sexuell attraktives Erscheinungsbild eines Menschen (ich drücke mich absichtlich geschlechtsneutral aus!). Da tut sich was, ohne dass man es steuert. Da ist in uns etwas programmiert worden, wo auch immer es herkam. Oder nehmen wir das Thema Sympathie-Empfindung zu einem Menschen (Baby, Kleinkind, Teenager, Schwester, Bruder, Vater, Mutter, jung, gereift, alt, gebrechlich, behindert, schön, weniger schön, inhaftiert, gefoltert). Da gibt es auch so Regungen. Es mag sogar Regungen geben, die mit sog. Sadismus in Verbindung stehen oder einfach krank sind.
    Ziel von Religion und auch von aufgeklärtem Denken ist: Ich beeinflusse diese Regungen mit Gedanken. Hier im Beitrag: Gott-Schöpfer hat uns so gemacht, also ….Stress rausnehmen.
    Nur was passiert, wenn ich denke, ich könne den Stress rausnehmen, aber meine Umgebung akzeptiert mich dann nicht mehr?
    Es ist klar: Es gibt zivilisiertes Denken. Es gibt das Wissen, was menschlich hochwertig ist, wenn es erreicht wird (z.B. Mein Vertragspartner kann entspannt bleiben, weil ich ihn verlässlich nicht übers Ohr hauen werde.).
    Der beste Spruch dabei ist: „Was Du nicht willst, dass man Dir tut, das füge keinem anderen zu.“ Schöner Spruch, wenn das Gegenüber es auch so sieht und einigermassen beherzigt. Hab es mal mit einem Gegenüber zu tun, dass will, dass Du verschwindest oder das bewusst Dich körperlich oder emotional verletzen will oder erniedrigen will. Dann wird der Spruch „Was Du nicht willst, dass man Dir tut, das füge keinem anderen zu.“ zu einer Mamut-Aufgabe des menschlichen Seins.
    Ich hoffe, Gott belohnt das, wenn man sich in der stabilen Richtung für etwas Besseres stark macht. Ich vermute folgendes: Gott schaut lange bei irgendeinem Scheiss zu, aber dann passiert etwas, etwas in Richtung Verbesserung. Doch vorher bekommt der Täter und das Opfer Zeit. Zeit für was?

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Gefühlt wie am Fließband produzieren junge Menschen zurzeit neue Trends. Der neuste Kracher ist „Fail Watching“, was sich ganz schlicht mit Schadenfreude übersetzen lässt. Dem Kollegen geht etwas schief, aber anstatt zu helfen, wird erstmal kräftig ausgelacht. Psychologen warnen jetzt vor vorschnellem Verurteilen. Junge Menschen würden sich in einem unglaublichen Leistungsdruck befinden. Noten, Karriere, sogar Hobbies, alles sei heute öffentlich und wo etwas öffentlich ist, wird miteinander verglichen. Die Idee des Trends ist deshalb: Indem ich sehe, dass andere Menschen scheitern, stärkt das mein Selbstbewusstsein. Wobei, ja auch nur so lange, bis ich selbst über meine Menschlichkeit stolpere. Mir zeigt dieser Trend wie erbarmungslos hart uns dieses ständige Vergleichen gemacht hat. Aber was, wenn wir gar nicht wirklich miteinander vergleichbar sind? Sondern alle von einem Schöpfer in die Welt gesetzt wurden, weil er uns genauso unterschiedlich und unperfekt wollte? Ich wünschte, wir würden diesen Gedanken nicht nur zulassen, sondern mit Leben füllen. Das könnte viel unnötigen Leistungsdruck nehmen!