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Ich sitze im ICE nach Hamburg. Mir gegenüber sitzen zwei junge Frauen. Sie unterhalten sich über ihre Arbeit. Die ganze Fahrt. Und die ist lang. Das Hauptthema: Geld. Wie viel verdiene ich? Wie viel habe ich zur Verfügung, um mir was zu gönnen? Werde ich mir ein Haus kaufen können? Teure Urlaube leisten können? Ich kann verstehen, dass Wünsche da sind. Ich kann auch verstehen, dass es wichtig ist vorzusorgen. Aber wenn ich den beiden so zuhöre, dann kommt es mir vor, als wäre Geld das einzige Thema. Nicht aus Not, sondern, um immer mehr zu haben, um immer mehr Wünsche erfüllen zu können. Mich macht das traurig. Denn, mal ehrlich. Was willst du mit viel Geld, wenn du tot bist, wenn du schwerkrank bist? Es wird dich nicht retten. Und niemand weiß, wann diese Zeit dafür in meinem Leben kommt. Ja, ohne Geld geht es auch nicht, aber Zeit in Gott investieren, das denke ich, ist auch wichtig. Denn mir hilft das, mich anders zu fokussieren, meinen Blick auf das zu richten, was wirklich zählt: zuhören, versöhnen, anderen helfen, Gott entdecken in anderen Menschen, in der Natur, Zeit finden, um dankbar sein zu können. Vielleicht viel Geld vorhanden, weil alle Zeit dem Geldverdienen gilt – aber Zeit vertan. Und die wesentlichen Fragen meines Lebens wurden vielleicht nicht geklärt. Gott öffne mir die Augen für das Wesentliche.

Foto: radio m 










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