Huch, ein Loch!

Erst geht was kaputt, dann wird einer heil. Klar, wer da dahintersteckt.

2 Kommentare
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ich habe eine Glaubensschwester, eine Bekannte, die mit religiösen Themen umgeht. Wir gingen glaubensmässig auseinander, als sie meinte, dass man alle Ungereimtheiten in der Bibel dadurch lösen könne, so gut wie alles als mystisches Sinnbild zu betrachten. Demnach war die Tötung von kleinen Buben durch Herodes und die Flucht von Maria und Josef nach Ägypten eine sinnbildliche Geschichte und nicht echt passiert.
    Ich lehnte ab. Ich sagte, man könne an jeder Bibelstelle durchaus erkennen, ob es sich um ein Sinnbild handelt oder um eine Geschichte, die so war oder nicht war. „Der Herr ist mein Hirte.“ ist ein Sinnbild. „Die Seinen nahmen Jesus nicht auf.“ ist ein Sinnbild.
    Die Freunde liessen den Kranken durch ein abgedecktes Dach herunter: Ist kein Sinnbild. Es war so oder es war nicht so.
    Nun hat aber diese Heilungsgeschichte eine sehr grosse sinnbildliche Bedeutung. 1) Die Freunde machten Sachbeschädigung. 2) Die Freunde glaubten so fest, dass Ihnen eine mögliche Blamage egal war. 3) Es war Nötigung. 4) Jesus heilte tatsächlich. 5) Jesus vergab auch noch die Sünden des Betroffenen, ein Neuanfang im Leben (körperlich wie geistig/geistlich) ist möglich für den ehemals Gelähmten.
    Also die Folgen aus dieser Geschichte haben eine grosse sinnbildliche Bedeutung.
    Das Geschehen ist aber echt so gewesen (mit geschätzt 98% Wahrscheinlichkeit).
    Nun passiert der nächste Schritt: Nachdem es diese Geschichte in die Bibel geschafft hat (neben vielen anderen Geschichten, die nicht dokumentiert wurden), hat diese Geschichte eine Bedeutung für die Nachwelt.
    Welche Bedeutung hat sie nun? Hast Du Freunde, die Dich zu Jesus bringen, hast Du grosse Heilungschancen.
    Ich sah mal einen Film in der Schweiz in einem „alternativen Kino“, das von Rentnern am Leben erhalten wurde. Darin starb (im Film) ein junger Mann langsam an Krebs und seine christlich gläubigen Freund beteten und beteten. In der Mitte des Films war spannend: Heilt Jesus oder heilt er nicht? Am Ende des Films: Warum hat Jesus nicht geheilt?
    Das mit dem Glauben an Heilung ist ein zweischneidiges Schwert: Geschieht keine Heilung, entsteht ein gewisser Glaubensfrust, bis hin zu Zweifeln am Glauben. Das ist die Gefahr, wenn man feste glaubt. Ich gehe bei den allermeisten Sachen auf „Nummer Sicher“: Ich rede erst von Gottes/Jesu-Erbarmen, wenn ich im Rückblick alles sehen kann. Glauben muss man aber nach vorne, nicht nach hinten.

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  2. Uwe
    Uwe sagte:

    Finde ich total ermutigend! Bei einem Freund von mir wurden Metastasen im Gehirn diagnostiziert und ich will mit und für ihn glauben, dass Jesus ihn heilt!

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Ein Loch im Dach. Hab ich mal als Kind erlebt. Der Hausumbau, das komische Gefühl im Bauch: Hoffentlich geht das gut. Hoffentlich stürzt nicht alles ein! Es ging gut. Aber hängen geblieben ist bei mir: ein Hausdach fasst man nur an, wenn es wirklich nötig ist. Ist ein gelähmter Freund Not genug? In der Bibel gibt es eine Geschichte, in der vier Männer ein Loch in ein fremdes Dach gemacht haben. Ungefragt! Sie wollen ihren gelähmten Freund zu Jesus bringen. Unbedingt. Trotz der Menschenmassen, die sich schon um Jesus drängt. Dass das Ärger geben und Jesus ihnen vielleicht gar nicht zuhören könnte, ignorieren sie. Sie glauben fest daran, dass er ihrem Freund helfen wird. Ob der selbst daran geglaubt hat oder ob es ihm eher unangenehm war? Kommt in der Geschichte gar nicht vor. Vielleicht hatte er seine Hoffnung samt Glauben längst begraben. Aber seine Freunde haben geglaubt, vielleicht sogar für ihn mit. Jesus hat das sicher auch gespürt. Als er das große Vertrauen der vier Freunde sieht, macht er den Gelähmten wieder gesund. Mir sagt das: Glauben und mutig sein, lohnt sich. Gerne auch für zwei!