Manuskript / Download
„Mensch ärgere dich nicht“. Vielleicht kann ich als Erwachsener meinen Ärger besser verstecken, aber natürlich ärgert es mich, wenn mich jemand rauswirft, wenn ich auf der Zielgeraden bin. Das macht meinen Plan kaputt. Und so ist das mit dem Ärger auch anderswo: Ich ärgere mich, wenn jemand meinen Vorstellungen in seinem Verhalten nicht entspricht, wenn meine Pläne durchkreuzt werden, wenn ich anders gehandelt hätte. Deshalb war Jesus einer, der Ärger gemacht hat. Und ich geb’s zu: Der mich auch heute noch ärgert. Denn Jesus macht einiges anders und dadurch hinterfragt er mich. Würdest du den einladen? Würdest du einem Bettler 9 Euro geben, wenn du selbst nur 10 hast? Hast du deine Prioritäten gut gewählt? Was kommt bei dir zuerst? Das Gute am Ärgern ist: Es unterbricht meine Routine. Wenn ich es zulasse, dann fange ich an, mich nicht nur zu ärgern, sondern zu fragen: Warum ärgert mich das? Vielleicht werde ich bestätigt in meinem Ärger. Vielleicht merke ich auch, dass ein anderes Verhalten auch seine Berechtigung hat und ich kann davon lernen, entwickle mich weiter, mache neue Erfahrungen. Mensch, ärgere dich!

© radio m 










Kommentieren
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!